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VoiP per Software: X-Lite

Viele VoIP-Anbieter stellen ihren Kunden eine auf die eigenen Parameter vorkonfigurierte Telefonsoftware zur Verfügung, Freenet beispielsweise "iPhone", Web.de sein "Freephone". Wer aus tariflichen oder technischen Gründen später den Anbieter wechselt, muss sich dann jeweils auf eine neue Software umstellen. Eine Universal-Software für SIP-basierte VoIP-Telefonie ist jedoch die Freeware X-Lite. Wenn Sie von Anfang an X-Lite verwenden, müssen Sie bei einem Wechsel des Anbieters nur ein paar Parameter ändern, gespeicherte Telefonnummern und Basiseinstellungen bleiben erhalten.

Sie bekommen X-Lite unter folgendem Link:

www.xten.com/index.php

Dort stehen Versionen für Windows, Mac OS X und Linux zum Download.

 

Sound-Einstellungen

Bevor Sie Telefonate mit X-Lite führen können, müssen Sie das Programm zunächst an Ihre Audio-Umgebung anpassen. Direkt nach der Installation startet ein Assistent, mit dem Sie Lautsprecher- und Mikrofonlautstärke anpassen können. Um dabei sinnvolle Resultate zu erzielen, sollten Sie die gleichen Geräte verwenden (also Mikrofon und PC-Lautsprecher oder ein Headset), mit denen Sie später auch Ihre Telefonate führen.

Vorsicht mit dem Mikrofonregler: Zu weit aufgedreht, erhalten Sie unangenehme Rückkopplungen.

Ihre eigene Stimme darf bei Wiedergabe der Mikrofonaufzeichnung übrigens ruhig etwas zu leise wirken. Für Ihre Gesprächspartner ist es später weniger unangenehm, die Lautstärke etwas herauf zu regeln, als ständig einer kreischenden Rückkopplung ausgesetzt zu sein.

 

Daten erfassen

Die nun folgenden Einstellungen variieren von Anbieter zu Anbieter. Klicken Sie zunächst auf das Menü-Symbol rechts oberhalb des Ziffernblocks und wählen Sie im Menüfenster die Option "System Settings". Im nächsten Dialog klicken Sie doppelt auf "SIP Proxy" und dann auf "Default". Hier tragen Sie die Angaben Ihres Anbieters ein.

Der Display-Name ist wahlfrei, alle anderen Angaben erhalten Sie von Ihrem VoIP-Anbieter.

X-Lite benötigt noch eine weitere Angabe: Den STUN-Server, dessen Adresse Ihnen ebenfalls Ihr Anbieter nennen muss. Um den einzutragen, klicken Sie zunächst zwei mal hintereinander auf "BACK", und dann auf "Network".

Sie müssen nur den "Primary STUN Server" überschreiben, alle anderen Einstellungen sind korrekt.

Klicken Sie abschließend "BACK" und schließen Sie das Menü.

 

 

Telefonieren

Haben Sie alle Angaben korrekt eingetragen, können Sie jetzt telefonieren. Tippen Sie über den Nummernblock einfach eine Telefonnummer (versuchsweise zum Beispiel die eigene Festnetznummer). Schließen Sie die Anwahl mit einem Druck auf die Eingabetaste ab. Wenn es klingelt, war Ihre Mühe erfolgreich.

Ein häufiges Problem bei X-Lite ist ein Echo, das vornehmlich der Angerufene hört. Das passiert, wenn das Mikrofon die Stimme aus dem Lautsprecher aufnimmt und zurück durch die Leitung schickt. Deshalb ist beim Telefonieren mit einem Softphone wie X-Lite ein Headset im Vergleich zur Mikrofon-/Lautsprecherkombination die bessere Lösung.

Während eines Gespräches können Sie das Echo reduzieren, indem Sie die Pegel von Mikrofon und Lautsprecher korrigieren.