Zügige bundesweite Bereitstellung der Sendefrequenzen für Handy-TV gefordert
Aufbau eines DVB-H Betreiberkonsortiums geplant
Die Mobilfunk-Betreiber T-Mobile, Vodafone, E-Plus und O2 haben heute in Berlin einen Testlauf für Handy-TV nach DVB-H gestartet. "Noch bestehende Hindernisse, insbesondere im Hinblick auf die benötigten Funkfrequenzen, sollten im Interesse des Standorts Deutschland möglichst rasch geklärt werden", forderte ein Sprecher.
Zunächst müssten in Deutschland die benötigten Sendefrequenzen bundesweit zur Verfügung gestellt werden. Zusätzlich sei erforderlich, dass sich die Landesmedienanstalten der Bundesländer möglichst schnell auf eine bundeseinheitliche Frequenzbelegung für DVB-H einigten.
Die Mobilfunkbetreiber betonten zugleich ihre Bereitschaft, den Dialog mit der Bundesnetzagentur, den Landesmedienanstalten und den Programmveranstaltern über alle regulatorischen, technischen und wirtschaftlichen Fragen fortzusetzen. Die Technologie ermögliche bereits heute die Ausstrahlung von TV- und Radioprogrammen auf 16 Kanälen.
In einer Live-Präsentation zeitgleich zur Fußball-Weltmeisterschaft können ausgewählte Tester das neue Angebot ausprobieren. Das Pilotprojekt läuft ab heute bis zum 31. August in Berlin, Hamburg und Hannover; in München endet es bereits am 31. Juli.
Für eine effiziente Frequenznutzung und die rasche Erschließung des Mobile-TV Marktes planen die vier Mobilfunker den Aufbau eines Betreiberkonsortiums. Dieses soll insbesondere die technische Plattform für die Programmverteilung über DVB-H aufbauen, das Sendernetz finanzieren, sowie sich um die erforderlichen Übertragungskapazitäten bewerben.
