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31.01.2007 18:25

ZDF stellt die Hälfte seines Programms ins Internet

Seit Anfang Januar fließt die umstrittene Rundfunkgebühr für Internet-PCs in die Kassen der öffentlich-rechtlichen Sender - jetzt will zumindest das ZDF sein entsprechendes Angebot ausweiten

Das ZDF will 2007 eine führende Rolle beim Abruf-Fernsehen im Internet einnehmen. Bis Ende des Jahres soll ungefähr die Hälfte des gesamten Programms online erhältlich sein, wie der Sender bei der Vorstellung des Fernsehjahres 2007 in Hamburg bekannt gab. Damit folge man der zunehmenden digitalen Verschmelzung von Fernsehen und Internet. "Wir sehen darin keine Bedrohung, sondern eine Chance", sagte Intendant Markus Schächter. Mit einem größeren Abrufangebot will der Sender verstärkt junge Zuschauer ansprechen.

Tatsächlich experimentieren die Mainzer seit längerem mit dem Fernsehen auf Mausklick. Die Weltmeisterschaften des Roboterfußballs in Bremen etwa hatte der Sender live und exklusiv im Internet übertragen, und die sogenannte Mediathek umfasst bereits heute angeblich ein Viertel des Programmvolumens. Neben den Nachrichten- und Magazinsendungen gibt es "Wetten, dass...?"-Ausschnitte, Sportsendungen und Übertragungen sowie ganze Serienfolgen. Die Tour de France war im letzten Jahr bereits online zu sehen, im nächsten stehen Live-Übertragungen zur Olympiade aus Peking auf dem Programm.