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20.06.2008 21:38

VoIP frisst Festnetz-Kunden

Die Zahl der Nutzer von Voice over IP ist drastisch gestiegen.

Wann immer die Deutsche Telekom in den zurückliegenden Monaten und Jahren ihre Zahlen vorgelegt hat, war die Tendenz eindeutig: Im Festnetz-Bereich hat der Ex-Monopolist Federn lassen müssen. Ein wichtiger Grund ist die Internettelefonie, auch Voice over IP (VoIP) genannt. Mittlereweile nutzen mehrere Millionen Telefonierer in Deutschland VoIP, damit ist das Telefonieren über das Netz zum ernsthaften Konkurrenten des traditionellen Festnetzes geworden.

Komfort als wichtiger Faktor

Die Anfänge des VoIP waren wenig berauschend, vor allem bezüglich der Qualität. Moderne Technik und die vielfach verfügbaren Breitbandanschlüsse haben das Bild deutlich verändert. Mittlerweile können sich VoIP-Nutzer über die Telefon-Qualität nicht mehr sonderlich klagen.
Ganz im Gegenteil: Viele Anbieter von schnellen Internet-Anschlüssen haben Internettelefonie mit im Paket. Oft ist eine Festnetz-Flat dabei, die das Telefonieren zu Nummern aus dem Festnetz kostenlos macht. Zahlen muss man dann nur bei Sondernummern, Gesprächen ins Ausland und bei Anrufen in Mobilfunknetze.
Mit im Paket sind oftmals Features, die ursprünglich eine Domäne von ISDN gewesen sind: mehrere Rufnummern wären ein Beispiel. Andere Funktionen, die mit der herkömmlichen Festnetz-Nutzung verbunden sind, sind auch möglich.

Alles in einer Box
Ein wichtiger Faktor dabei sind multifunktionale Geräte, die DSL-Modem, Router und Telefonanlage in einem sind, oft noch mit der Möglichkeit, auch per WLAN ins Netz zu kommen. Diese oft auch mit vielen Einstellungsmöglichkeiten versehenen Geräte haben herkömmliche Telefonanlagen ersetzt, von den geringen Funktionen, die das herkömmliche analoge Festnetz-Telefonieren bietet, ganz zu schweigen. Kein Wunder also, dass VoIP immer mehr Anhänger findet – zum Leidwesen der Deutschen Telekom.