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16.05.2008 09:23

Versatel schreibt rote Zahlen

Investitionen und Preiskampf belasten das Geschäft von Versatel, das als Übernahme-Kandidat gilt.

In den zurückliegenden Monaten ist der DSL-Provider Versatel vor allem als potenzielles Übernahme-Objekt durch die Medien gegeistert. United Internet hat sich bereits ein recht stattliches Paket des börsennotierten Unternehmens gesichert, allerdings hat das Unternehmen zunächst nicht unbedingt von einer Akquisition gesprochen, sondern von strategischen Optionen. Das kann, muss aber nicht unbedingt ein Kauf sein.

Starker Preisdruck
Da das Unternehmen börsennotiert ist, spielt auch der Aktienkurs eine wichtige Rolle für eventuelle Übernahme-Bestrebungen. So haben die jüngsten Zahlen für das erste Quartal 2008 nicht dazu beigetragen, den Preis in die Höhe zu schrauben – im Gegenteil.
Versatel konnte in den ersten drei Monaten zwar rund 30.000 neue Kunden gewinnen, auch ist der Umsatz um mehr als sechs Prozent gestiegen, doch unter dem Strich steht ein Verlust von 26,5 Millionen Euro.
Neben dem Preisdruck spielen hier natürlich auch eine Rolle, dass Versatel vergleichsweise hohe Investitionen tätigt.

90.000 neue Kunden angepeilt
Versatel will im laufenden Jahr weiter wachsen. Insgesamt sollen 90.000 neue Kunden begrüßt werden, aktuell kommt die Gesellschaft auf 666.000 Kunden. Für einen potenziellen Aufkäufer wie United Internet wäre das nicht unbedingt ein Quantensprung, der Wettbewerber hat im vergangenen Jahr allein 400.000 neue DSL-Kunden gewinnen können.