Versatel: DSL-Kunden gehen
Weil der DSL-Markt gesättigt ist, verfolgt Versatel im Privatkundenbereich eine zurückhaltende Strategie
Im dritten Quartal 2009 habe rund 15.000 DSL-Kunden dem DSL-Anbieter Versatel den Rücken gekehrt. Statt 709.200 hat Versatel jetzt noch 694.400 DSL-Kunden aufzubieten. Da Versatel auch ein Kabelnetz betreibt, gibt es auch hier Kunden, nämlich 157.000. Wie das Handelsblatt jüngst mitteilte, spielt der DSL-Provider mit dem Gedanken, das Geschäft mit DSL-Privatkunden weiter herunterzufahren. Hier sei der Markt mehr oder weniger gesättigt, wie auch die Entwicklung der DSL-Kundenzahlen bei anderen Anbietern zeige. Schon in der Vergangenheit hatte Versatel versucht, die Aufwendungen bei der Neukundengewinnung zurückzufahren, um die Kosten zu senken. So wird Versatel wohl auch in Zukunft mehr oder weniger darauf verzichten, der Konkurrenz die Kundschaft abspenstig zu machen. Ob damit auch ein Verkauf der DSL-Sparte einhergehen könnte, ist unklar. United Internet wurden in der Vergangenheit entsprechende Kaufabsichten nachgesagt, nachdem der Wettbewerber beim Verkauf von Alice nicht zum Zuge kam, wäre Versatel ein durchaus interessantes Übernahme-Ziel im DSL-Bereich.
