United Internet: Neue Pläne nach der Abfuhr
United Internet hat Freenet noch nicht aufgegeben, Versatel weiter im Auge und auch Alice könnte ein Akquisitions-Objekt werden.
Zuletzt hat es für die Nummer Zwei auf dem deutschen DSL-Markt eine Abfuhr gegeben: Freenet, das eigentlich von United Internet und Drillisch übernommen und filettiert werden sollte, hat sich mit der Akquisition von debitel aus der Affäre gezogen und die Übernahme-Absichten geschickt kontern können. Jetzt scheint sich das Unternehmen anderen Zielen zuzuwenden.
Spekulationen um Versatel
Klar ist, dass sich United Internet aktiv an der laufenden Konsolidierung des DSL-Marktes beteiligen will. Auch Freenet scheint noch nicht ganz abgeschrieben zu sein, immerhin hält das Unternehmen noch einen gehörigen Anteil an Freenet. Daneben gibt es allerdings auch andere mögliche Ziele.
Eines davon ist Versatel. An dem börsennotierten Wettberwerber hält United Internet schon rund ein Viertel der Aktien. Hier hat es in der Vergangenheit schon oft Gerüchte gegeben, dieser Einstieg sei nur der Auftakt für eine komplette Übernahme. Versatel könnte aber auch als strategischer Partner dienen. Interessant ist die Gesellschaft vor allem wegen des eigenen Netzes.
Alice wäre auch möglich
Langfristig könnte sich United Internet auch die Übernahme von Alice, der Tochtergesellschaft von Hansenet vorstellen. Alice hat seinerheit durch den Kauf des DSL-Geschäfts von AOL Deutschland einen mächtigen Sprung nach vorn gemacht und würde den Kundenstamm eines Käufers deutlich aufstocken.
United Internet hält im Spiel um die Neuverteilung der Karten im DSL-Markt einen wichtigen Trumpf in der Hand. Das Unternehmen arbeitet trotz stattlicher Investition und des hohen Preisdrucks bei schnellen Internetzugängen bislang profitabel – was nicht für alle DSL-Anbieter gilt.
