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30.08.2007 11:51

Telekom-Festnetz-Anschluss vom Aussterben bedroht

Es ist noch gar nicht lange her, dass Unternehmen wie 1&1, die Nummer zwei hinter der Deutschen Telekom im DSL-Bereich, damit begonnen haben, DSL-Angebote ohne zwingend nötigen Anschluss bei der Deutschen Telekom anzubieten.

Dazu haben diese auf die Infrastruktur anderer Anbieter zurückgegriffen, was hinsichtlich der Verbreitung gewisse Beschränkungen beinhaltet.

 

DSL ohne Festnetz-Anschluss

Jetzt sieht es so aus, als ob der Telekom-Festnetz-Anschluss mittelfristig vom Aussterben bedroht sein könnte. Die Telekom muss nämlich Medienberichten zufolge der Konkurrenz ab dem kommenden Jahr die hauseigenen Breitbandleitungen vermieten, ohne den Zwang, dass die Kundschaft auch einen Telekom-Festnetz-Anschluss haben muss.

Kleinere DSL-Anbieter, die keine eigene Infrastruktur besitzen, hätten mit dieser Regelung einen großen Vorteil. Unklar ist allerdings noch, wie die Konditionen derartiger Verträge aussehen, vor allem natürlich, wie hoch das Miet-Entgeld sein wird.

 

Konsequenzen für die Telekom und congstar

Für den DSL-Markt und vor allem das immer weiter vordringende Telefonieren über das Internet (Voice over IP, VoIP) hätte diese Regelung weitreichende Folgen: Pakete von DSL ohne Festnetz-Anschluss, die etwas günstiger ausfallen als jene, die noch einen derartigen Anschluss beinhalten, könnten in deutlich größerem Rahmen angeboten werden, als gegenwärtig.

Für die Deutsche Telekom ist mit einem fortgesetzten Exodus von Festnetz-Kundschaft zu rechnen. Und auch die Strategie der neuen Billig-Tochter congstar dürfte spätestens dann auch auf den Prüfstand kommen: Bislang sind die DSL-Pakete der Telekom-Discount-Marke untrennbar mit einem Festnetz-Anschluss der Konzernmutter verknüpft.