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18.12.2008 08:36

T-Home: DSL- und IPTV-Anbieter strotzt vor Selbstbewusstsein

Einen hohen Marktanteil will sich T-Home nach eigener Einschätzung bei den DSL-Neukunden gesichert haben.

Kurz vor Jahresende sieht sich die Tochtergesellschaft der Deutschen Telekom, T-Home, voll im Plan: Der Anbieter von DSL-Anschlüssen, Breitbandanschlüssen, Telekommunikationsprodukten und IPTV will für 2008 seine Ziele erreicht haben. 

DSL boomt 
T-Home sieht sich gerade bei dem Kampf um Neukunden im wichtigen DSL-Geschäft gut im Rennen. Der Markanteil soll hier bei 45 Prozent liegen, im dritten Quartal waren es 49 Prozent. Auch das vierte solle gut laufen, heißt es, allerdings gibt es Konkurrenz: Damit sind weniger die anderen DSL-Anbieter wie Alice, 1&1 oder Vodafone / Arcor gemeint, denn die großen Kabelnetzbetreiber UnityMedia, Kabel Deutschland und Kabel BW. Diese würden verhindern, dass T-Home mehr als 45 Prozent Marktanteil erreiche. Die Kabelgesellschaften stehen nach Einschätzung von T-Home noch vor einem Wachstumsschub. 

Entertain: Eine halbe Million Kunden 
Recht ehrgeizig sind die Pläne des Unternehmens, bis zum Jahresende eine halbe Million Kunden im Bereich Eintertain gewinnen zu können. Unter dieser Marke werden Breitband-Anschlüsse, Telefonie und IPTV verkauft, gerade das Weihnachtsgeschäft scheint die Kundengewinnung zu beflügeln. Rund 15.000 neue Entertain-Kunden würde T-Home derzeit pro Woche gewinnen. 
Im Bereich Entertain können sich nur Kunden registrieren, die mindestens einen schnellen DSL-Anschluss mit einer Geschwindigkeit von bis zu 16.000 Kilobit je Sekunde verfügen. Ist der Ausbau abgeschlossen, bietet T-Home auch VDSL-Anschlüsse an, die bis zu 50 Megabit pro Sekunde erreichen können. Allerdings ist der Ausbau dieses Bereichs zunächst einmal auf Eis gelegt worden. 

Festnetz weiter rückläufig
Der Bereich, der bei der Telekom aktuell besondere Probleme bereitet, ist der klassische Festnetzanschluss. Diverse Alternative, wie die Komplett-Angebote der DSL-Provider, die Telefonie-Produkte der Kabelnetzbetreiber oder auch der Mobilfunkanbieter treiben viele Kunden weg vom klassischen Festnetzanschluss der Telekom. Klar ist, dass es hier einen Rückgang in Millionenhöhe geben wird, die Frage ist nur: Wie hoch fällt dieser aus und kann der finanzielle Rückschritt hier durch die anderen Geschäftsfelder aufgewogen werden.