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29.06.2007 10:00

Streitpunkt VDSL-Infrastruktur

Nach einer Entscheidung der Bundesnetzagentur muss die Deutsche Telekom ihre Kabelkanäle zwischen den Hauptverteilern und den Kabelverzweigern für potenzielle Konkurrenten öffnen.

VDSL ist die nächste Stufe beim Ausbau von Breitband-Internet-Zugängen. Gegenüber herkömmlichem DSL ist VDSL um das Drei- bis Achtfache schneller und wird daher als Zukunftsmarkt angesehen. Noch ist auch DSL nicht überall Standard, wie jüngste Studien zeigen, doch wird bereitsheftig um den Markt für morgen gekämpft.

Die Behörde betont, dass die Konkurrenz von der DeutschenTelekom keinen Zugriff auf das VDSL-Netz des Konzerns hat, sondern nur die vorhandene Infrastruktur nutzen kann, um eigene VDSL-Netze zu errichten. Hinter der Entscheidung steckt die Befürchtung, dass ohne eine solche Vorschrift die Telekom versuchen könnte, lästige Konkurrenz durch ein „Verstopfen“ der vorhandenen Infrastruktur-Kapazitäten auszuschalten.

Eine Ausnahme bilden jene Stellen, an denen es aus technischen Gründen nicht möglich ist, der Konkurrenz Zugang zum den Kabelkanälen zu verschaffen. In diesem Fall ist vorgesehen, dass die Telekom auch einen Zugang zum Glasfaser-Netz schaffen muss. VDSL benötigt Glasfaser-Leitungen.

Die Telekom ist wenig amüsiert über diese Entscheidung und droht mit Klagen und einem Überdenken der Investitionspläne des Konzerns.