Sony BMG will Kunden entschädigen
Vergleich im Kopierschutzstreit
Im Streit um Kopierschutz-Software hat der Musikkonzern Sony BMG nachgegeben: In einem Vergleich mit der US-Behörde FTC erklärte sich das Unternehmen bereit, Entschädigungen für bis zu 150 Dollar an Kunden zu zahlen, falls die CD Schäden im Computer verursacht.
Sony BMG habe CDs unerlaubt in Umlauf gebracht, deren Software sich unbemerkt ohne Zustimmung der Nutzer auf Computern installiert habe. Mit diesem Programm habe das Kopieren der Stücke begrenzt werden sollen. Sony BMG zeigte sich zufrieden mit der Einigung mit der FTC.
Die FTC erklärte, Firmen müssen Sorge dafür tragen, dass Kunden auf ihren Computern bei Nutzung von Produkten keine unerwarteten Einschränkungen erführen. Die Kunden müssten ausreichend Informationen erhalten, um Entscheidungen darüber zu treffen, ob sie die Software installieren wollen oder nicht. Die Behörde forderte von dem Musikkonzern weitere Aufklärung über die betroffene Software. Die Dateien, die sich auf Millionen im Jahr 2005 verkauften CDs befänden, seien äußerst schwer zu entfernen. Zudem seien dabei Sicherheitslücken entstanden, die Hackern Tür und Tor öffneten. Sony BMG ist ein Gemeinschaftsunternehmen des japanischen Sony-Konzerns und von Bertelsmann.
