Sender sehen im Glasfasernetz Konkurrenten zum Kabel
Infrastruktur ermöglicht HD-Übertragungen
Fernsehsender sehen in dem angekündigten Glasfasernetz der Deutschen Telekom offenbar einen willkommenen Konkurrenten zu den Kabelnetzen. Es gäbe bereits intensive Gespräche mit TV-Anstalten und anderen Inhalte-Anbietern, erklärte Peter Heinacher, Leiter der politischen Interessenvertretung bei der Telekom. Über die Bandbreite von bis zu 50 Megabit pro Sekunde könne auch hochauflösendes Fernsehen übertragen werden, hieß es.
Die Telekom will das Netz zur Fußball-WM in den zehn größten Städten Deutschlands starten. In der darauf folgenden Ausbaustufe kommen weitere vierzig Städte hinzu.
Seit einiger Zeit streiten sich Telekom, Konkurrenten, Bundesnetzagentur und die EU-Kommission über die Regulierung des Netzes. Die Telekom will Wettbewerber von der Nutzung der Infrastruktur ausschließen und begründet das mit dem hohen Investitionsrisiko. Rund 3 Milliarden Euro soll die Installation der nötigen Technik kosten.
Kürzlich bot United Internet deshalb an, 500 Millionen Euro zum Aufbau beizutragen. Weitere 200 Millionen Euro will Freenet beisteuern. Damit wollen die Anbieter sich ihren Zugang zum Breitband-Geschäft sichern und die Argumentation der Telekom entkräften.
