Schwachstelle in Windows wird von Trojaner ausgenutzt
Anfälligkeit über Internet Explorer und Firefox
Kaspersky Lab hat eine Reihe neuer Trojaner entdeckt, die eine Schwachstelle in der Windows Meta File (WMF) Struktur ausnutzen. Die Schwachstelle werde als sehr bedrohlich eingestuft, da bisher kein Patch verfügbar sei, so das Unternehmen heute in Moskau. Die Trojaner sind als Trojan-Downloader.Win32.Agent.acd klassifiziert, da alle von Kaspersky identifizierten Muster der gleichen Familie angehören. Weitere Modifikationen dieser Schadprogramme werden in naher Zukunft erwartet.
Die WMF-Schwachstelle trifft alle Computer mit den Betriebssystemen WindowsXP mit SP1 und SP2 und Windows Server 2003 mit Service Pack 0 und Service Pack 1. Zum Tragen kommt die Schwachstelle beim Aufrufen von Web-Seiten mit dem Internet Explorer, Firefox oder bei der Voransicht von wmf-Dateien.
Nachdem der PC die Webseiten unionseek.com oder iframeurl.biz aufgerufen hat, wird er mit der Agent.acd-Schadprogrammfamilie verseucht. Die schmutzigen Programme werden über die WMF-Schwachstelle aktiviert. Agent.acd lädt anschließend weitere Trojaner auf den Computer des Opfer. Anwendern wird dringend empfohlen, keine Dateien mit dem Format *.wmf zu öffnen und den Internet Explorer auf die Sicherheitsstufe "Hoch" setzen.
Antivirus-Datenbanken, welche die Trojaner-Downloader.Win32.Agent.acd erkennen, sind nach Angaben des russischen Unternehmens bereits verfügbar.
