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30.07.2006 18:51

Opera will Microsoft aggressiver angreifen

Setzt auf Widgets und Unterstützung vieler Plattformen

Der norwegische Browser-Hersteller Opera will Microsoft aggressiver angreifen und so Marktanteile hinzugewinnen. In der Version 10, deren Entwicklung bereits begonnen hat, setzt das Unternehmen auf einen Ausbau der Widget-Funktionalität. Das sagte Thomas Ford, Public Relations Manager bei Opera gegenüber dem US-Branchendienst 'CNet'. Ein Release-Termin für die neue Version steht bisher allerdings noch nicht fest. Opera 9 erschien am 20. Juni und soll den Druck auf das marktbeherrschende Konkurrenzprodukt Internet Explorer 7 erhöhen.

Widgets sind kleine Programme auf Basis von HTML und Script-Sprachen, die meist auf Webservices zurückgreifen. Auf dem Desktop können so beispielsweise aktuelle Wetterberichte, Währungsrechner oder RSS-Newsfeeds abgelegt werden.

Das Unternehmen setzt außerdem auf die Unterstützung zahlreicher Plattformen. Man rechnet damit, dass Anwender, die auf ihrem Handy den Opera-Browser nutzen, die Software auch am PC ausprobieren. "Wir wollen die Verwendung von Opera 10 auf jedem Gerät ermöglichen: Dem Handy, dem Desktop-PC oder der Spielekonsole", sagte Ford. "Damit tun wir etwas, das Microsoft nicht kann." So arbeitet man unter anderem an einer Portierung für Nintendo DS. Die portable Spielekonsole kann über eine integrierte WLAN-Schnittstelle auf das Internet zugreifen.

Der Hersteller will zukünftig auch Entwickler stärker dabei unterstützen, eigene Applikationen auf Basis der Opera-APIs zu erstellen. "Wir werden Developer-Tools bereitstellen", sagte Ford. Derzeit sei man hier allerdings noch in einem frühen Stadium.

Nach Unternehmensangaben ist Opera 9 bereits die erfolgreichste Version in der Geschichte des Browsers aus Norwegen. Die Final-Version von Opera 9 sei bereits am ersten Tag 700.000 Mal heruntergeladen worden. Inklusive der Mobile-Variante habe man seit Juni 25 Millionen Downloads gezählt.