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30.05.2006 18:15

Neue Phishing-Attacken gegen Postbank-Kunden

BKA warnt vor einer neuen Welle gefälschter Emails

In den vergangenen Tagen seien massenhaft so genannten Phishing-Mails verschickt worden, berichtete das Bundeskriminalamt (BKA). Die unbekannten Urheber haben es offenbar vor allem auf Zugangsdaten für das Telefonbanking abgesehen. Die Postbank hat demnach als Reaktion bereits die Sicherheitsvorkehrungen verschärft.

Wie bei Phishing-Attacken üblich, werden die Empfänger der Mails aufgefordert, einen Link zu klicken, der auf gefälschte Onlinebanking-Seiten der Bank führt. Dort werden sie aufgefordert, neben Kontonummer und Onlinebanking-Geheimnummer (PIN) auch die PIN für das Telefonbanking einzugeben. Anders als bei bisherigen Betrugsversuchen werden keine Transaktionsnummern (TAN) ausgespäht, wie das BKA berichtete. Die Täter versuchen demnach, mit den ergaunerten Daten den Telefonbanking-Service der Postbank zu nutzen.

Die Rechner mit den gefälschten Websites stehen laut BKA vornehmlich in Asien. Man habe in Zusammenarbeit mit internationalen Partnern deren Abschaltung veranlaßt. Ab einem nicht genannten Höchstbetrag soll eine Überweisung künftig immer persönlich durch einen Postbank-Mitarbeiter bearbeitet werden.Das Bundeskriminalamt rät Nutzern von Online-Banking, auf solche Mails grundsätzlich nicht zu reagieren. Die „Phishing“ (von englisch password-fishing) genannte Jagd nach Kundendaten, um fremde Konten abzuräumen, ist laut BKA durch die ständige Zunahme des Online-Verkehrs mit Banken ein erhebliches Kriminalitätsphänomen geworden.