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12.02.2009 20:20

Necologne, M-net: Abtrünnige gründen Verband

Gemeinsam mit anderen regional aufgestellten Providern gründen M-net und Netcologne einen eigenen Interessenverband.

Wenige Tage nach dem Paukenschlag, mit dem sich die regional ausgerichteten Anbieter schneller Internetverbindungen per DSL und Telefonieprodukten, Netcologne und M-net, aus dem Bundesverband Breitbandkommunikation (BREKO) verabschiedet haben, ist die Gründung eines eigenen Interessenverbandes erfolgt. 

M-net und Netcologne haben dazu weitere regionale Anbieter ins Boot geholt und den Bundesverband Glasfaseranschluss ins Leben gerufen. Die dort organisierten Breitbandanbieter wollen bis 2012 insgesamt eine Million Haushalte mit Glasfaser-Anschlüssen bestücken, auf deren Basis die Nachfolge-Breitband-Technologie von DSL realisiert werden soll. 

Interessant ist die Gründung vor allem wegen der Aufsehen erregenden Forderung, die TAL-Gebühren nicht zu senken. Deutsche Telekom und die Konkurrenten streiten traditionell um die Höhe des für die so genannte Letzte Meile zu zahlenden Betrag; aus der Front sind M-net und Netcologne sowie die anderen Mitglieder im Glasfaseranschluss ausgeschert. 

Die Begründung gegen die Senkung der Beiträge ist, dass andernfalls die Finanzierung wichtiger Projekte zum Ausbau der Infrastruktur gefährdet sein würden. Den Telekom-Konkurrenten, die in der VATM organisiert sind, wirft Glasfaserausbau vor, die geringeren TAL-Gebühren nicht zu investieren, sondern für den Preiskampf nutzen zu wollen. 

Bei der VATM ist das naturgemäß nicht auf Gegenliebe gestoßen. Via FAZ hat der Präsident der VATM argumentiert, dass gegenwärtig von jedem eingenommenen Euro die Hälfte an die Telekom fließe. Würden die Gebühren nicht gesenkt, bliebe kein Spielraum für Investitionen in den Netzausbau. T-Home, die Tochtergesellschaft der Deutschen Telekom, hat bereits durchblicken lassen, mit dem neuen Verband konstruktiv zusammenzuarbeiten.