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24.09.2007 12:39

Mausklick mit Folgen

Abzocke im Internet

Wie alt wirst Du? Wie schlau bist Du wirklich? Wer sind Deine Vorfahren? So lauten die Fragen, mit denen Anbieter User in die Abofalle locken wollen. Verbraucherschützer sprechen angesichts dieser Täuschungsmethoden von „modernen Straßenräubern“. Nahezu täglich rufen Opfer dieser Masche an, die mit Schreiben von Anwälten und Inkassofirmen belästigt werden. „Das ist seit knapp zwei Jahren unser Alltagsgeschäft“, sagt Gabriele Beckers, Leiterin der Verbraucherberatung in Frankfurt.

Verbraucherschützer betonen, dass Anbieter auch im Internet die Pflicht haben, Leistungen klar und deutlich zu beschreiben. Dazu gehört auch die Widerrufsbelehrung. Andernfalls komme kein Vertrag zustande. Immer wieder mahnt der Bundesverband der Verbraucherzentralen Firmen ab, weil sie ihre Preise nicht deutlich genug anzeigen.

So argumentiert auch Neuber, Sprecher der Staatsanwaltschaft Darmstadt, wo noch etwa 5000 Verfahren anhängig sind. Ein Großteil sei bereits eingestellt worden, da man keinen Betrugstatbestand habe erkennen können. „Dass das moralisch nicht ganz einwandfrei ist, steht auf einem anderen Blatt“, meint Neuber.