Magazin: Telekom lässt Wettbewerber weiter zappeln
Der Vorwurf, Neuanschlüsse im DSL-Bereich zu verzögern, wird erneut gegen die Deutsche Telekom erhoben.
Presseberichten zufolge müssen Kunden, die bei einem Wettbewerber der Deutschen Telekom, wie United Internet (1&1), Arcor, Alice oder Freenet, einen DSL-Anschluss bestellen wollen, Geduld beweisen.
Bei vielen mehr als vier Wochen
Das Magazin „Focus“ berichtet, dass es in Einzelfällen mehrere Monate dauern kann, ehe der schnelle Zugang ins Internet bereit gestellt ist. Der Anbieter Arcor wird dabei mit der Einschätzung zitiert, dass es bei jedem dritten Anbieter mehr als vier Wochen dauert, ehe die Freischaltung vollzogen ist.
Teilnehmeranschlussleitung als Nadelöhr
Als Engpass gilt dabei die Teilnehmeranschlussleitung (TAL), auch als „letzte Meile“ bekannt, die allein der Deutschen Telekom gehört. Gerade hier würden Wettbewerber ausgebremst, lautete der Vorwurf in der Vergangenheit.
Ende 2007 hatte auch die Bundesnetzagentur den Ex-Monopolisten aufgefordert, sich schneller um die Freischaltung der TAL zu bemühen. Die Deutsche Telekom hatte jüngste gemeldet, dass für eine schnellere Schaltung gesorgt werde.
Entspannung seit Jahresanfang
Andere Quellen berichten, dass es tatsächlich zu einer Verbesserung der Lage gekommen wäre. So meldet Golem.de, dass der Telekom-Wettbewerber QSC berichte, die Telekom würde in weiten Teilen des Landes mittlerweile sehr zügig und in vollem Umfang liefern, Engpässe träten nur in einzelnen Bereichen auf.
