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15.12.2009 10:43

Knapp zwei Drittel haben Breitband-Anschluss

Die Verbreitung von Breitbandanschlüssen in Deutschland befindet sich auf recht hohem Niveau und wächst langsamer

In Deutschland sind 60 Prozent der Haushalte bereits mit einem Breitbandanschluss ans Internet versehen, heißt es in einer Stellungnahme des Chefs der Bundesnetzagentur, Matthias Kurth. Damit liegt Deutschland signifikant über dem, was andere größere europäische Flächenstaaten vorzuweisen haben, wie England, Spanien oder Frankreich.

Bei den Kleinen im europäischen Raum, wie Luxemburg, Dänemark oder den Niederlanden, gibt es allerdings auch einige, die mehr Breitbandanschlüsse aufzuweisen haben. Das Wachstum bei den Breitbandanschlüssen ist allerdings in einen schwierigen Bereich eingetreten, denn die Zahlen für 2009 liegen nach Einschätzung von Branchenkennern nicht sonderlich über dem, was für 2008 gemeldet worden ist. 

DSL ist für mehr als 90 Prozent der Breitbandanschlüsse verantwortlich, vor allem die Kabelnetzbetreiber sollen es in Zukunft leicht haben, neue Kunden für Breitbandanschlüsse über ihr Kabelnetz zu finden. VDSL steckt noch in den Kinderschuhen. Bis Ende 2009 sollen es 2,4 Millionen derartiger Anschlüsse sein. Bisland wird vor allem in Ballungsräumen in VDSL investiert, namentlich in 50 Städten. 

 Interessant ist, dass die DSL-Wettberwerber der Deutschen Telekom dem Ex-Monopolisten auf seinem ureigenen Feld heftig Konkurrenz machen, nämlich den Festnetzanschlüssen. Während bei den DSL-Anschlüssen rund 53 Prozent seit 2007 in den Händen der Telekom-Konkurrenten liegen und damit eher stagnieren, geht es bei den Telefonanschlüssen infolge der DSL-Komplettangebote steil bergauf. Hier konnten die Wettbewerber der Deutschen Telekom ihren Anteil von 13 auf 30 Prozent erhöhen, bemessen auf den Zeitraum der letzten drei Jahre.