Internet und Handy-Gespräche werden billiger
Die Konkurrenten der Deutschen Telekom rechnen damit, dass die Preise für Telefonate über das Handy und das Surfen im Internet in diesem Jahr weiter sinken werden
2006 seien die Preise für Telekommunikationsleistungen im Schnitt um fast drei Prozent gesunken, während die Verbraucherpreise insgesamt um 1,7 Prozent gestiegen seien. "Dieser Trend wird sich fortsetzen", sagte der Präsident des Verbandes der Anbieter von Telekommunikations- und Mehrwertdiensten (VATM), Gerd Eickers. Der scharfe Wettbewerb in Deutschland ließ die Preise im Mobilfunk nach Angaben des VATM um 8,8 Prozent purzeln, jene für die Internet-Nutzung um 4,8 Prozent. Eickers geht davon aus, dass sich der Preisrückgang im laufenden Jahr beschleunigen wird. Im Mobilfunk schlägt dabei auch die jüngste Senkung der Gebühren durch, die sich Wettbewerber gegenseitig für die Weiterleitung von Gesprächen zahlen und die nun von der Bundesnetzagentur festgesetzt werden. Dieser Rückgang werde auch an die Endkunden weitergereicht, sagte Eickers.
2006 sei ein gutes Jahr für die Telekom-Wettbewerber gewesen, hieß es. Umsatz, Investitionen und Mitarbeiterzahl seien gestiegen. 3 Mrd. Euro gaben die alternativen Anbieter für den Ausbau der eigenen Infrastruktur aus, knapp die Hälfte des gesamten Investitionsvolumens am deutschen Telekommunikationsmarkt. Im neuen Jahr lägen die Investitionen voraussichtlich noch höher, sagte Eickers. Dies liege zum einen an der Umstellung auf IP-basierte Netze, die Sprache und Daten vereinten, dem Ausbau von Funkübertragungen und dem erwarteten rasanten Kundenwachstum beim Internetzugang.
