Grüne stellen Strahlenbelastung durch WLAN auf den Prüfstand
"Strahlenbelastung vor allem der Kinder verringern"
Die Strahlenbelastung durch WLANs haben die BündnisGrünen zum Gegenstand einer Anfrage im Deutschen Bundestag gemacht. Das Marktvolumen des W-LAN-Hardware-Marktes sei allein in Deutschland von 144 Millionen Dollar im Jahre 2003 auf 313,9 Millionen Dollar im Jahr 2004 gestiegen. Die Abgeordneten wollen nun von der Regierung wissen, welchen Anteil die WLANs an der durchschnittlichen Strahlenbelastung der Bevölkerung haben und ob der Bundesregierung Messprogramme an Schulen bekannt sind. Ebenso soll die Regierung mitteilen, was sie unternehmen will, um die Strahlenbelastung vor allem der Kinder durch hochfrequente elektromagnetische Felder zu verringern.
Auch nach der Planung, Aufstellung und den Grenzwerten von Mobilfunkanlagen erkundigen sich Grünen. Sie beziehen sich dabei auf eine freiwillige Selbstverpflichtung der Mobilfunkbetreiber aus dem Jahr 2001. Darin haben die Mobilfunkbetreiber den Kommunen mehr Mitsprache bei der Mobilfunkplanung eingeräumt und zugesagt, die Planungs- und Aufstellungsprozesse möglichst transparent gemeinsam mit den Kommunen vorzunehmen. Während einige europäische Länder inzwischen niedrigere Grenzwerte für elektromagnetische Felder eingeführt hätten, halte Deutschland trotz vieler Forderungen an den geltenden Grenzwerten fest, so die Abgeordneten.
Die Regierung soll nun darlegen, in welchen Ländern zurzeit abweichende Grenzwerte für Mobilfunkanlagen von dem in Deutschland definierten Grenzwerten gelten und wie die Regierung die Umsetzung der freiwilligen Selbstverpflichtung einschätzt.
