Freenet: Spielball im Übernahmepoker
Drillisch hat seine Beteiligung an Freenet erhöht
Seit langem steht der Kommunikationskonzern Freenet auf der Einkaufsliste der Konkurrenz: Drillisch und United Internet (1&1) haben großes Interesse an einer Übernahme bekundet, wobei Drillisch den Mobilfunk- und United Internet den DSL-Bereich kaufen wollte. Zuletzt hieß es, man habe die Verhandlungen auf Eis gelegt – es schien den Anschein zu haben, dass Freenet doch als selbstständiger Player überleben könnte.
Keine Akquisitionen nötig
Letztlich ändert daran auch die jüngste Adhoc aus dem Hause Freenet nichts. Demnach besitzt Drillisch nur mehr als ein Drittel der Anteile von Freenet. Davon werden 24,51 Prozent über die MSP Holding, die von United Internet und Drillisch betrieben wird. zugerechnet.
Zwischenzeitlich hatte Ralph Dommermuth, der Chef von United Internet, mitgeteilt, dass man aktuell wegen der guten Rahmenbedingungen im DSL-Bereich nicht auf Akquisitionen angewiesen sei. So rechnet die Bundesnetzbehörde allein für dieses Jahr mit mehr als drei Millionen neuen DSL-Anschlüssen für die Konkurrenten der Deutschen Telekom.
United Internet dürfte davon ein gutes Stück abbekommen.
Langfristige Strategie
United Internet dürfte eine langfristige Strategie verfolgen, die Zukäufe bei Freenet und Versatel bereiten in der Gegenwart den Boden dafür, in Zukunft Übernahmen durchführen zu können, wenn nötig. Kurzfristig dürften die fallenden Kurse an den Börsen den Zukauf erleichtert haben.
