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21.04.2006 13:39

Freenet im Streit um DSL-Vertrag der Telekom unterlegen

Im Streit um einen Vertrag der Deutschen Telekom für große Wiederverkäufer von DSL-Anschlüssen ist Freenet vor Gericht unterlegen

"Die Entscheidung ist gegen uns gefallen", sagte eine Freenet-Sprecherin am Donnerstag in Hamburg. Das Kölner Landgericht habe den Antrag auf Unterlassung abgewiesen. Eine Begründung habe das Gericht bisher nicht gegeben. Freenet hatte erreichen wollen, dass der Telekomriese den Vertrag nicht mehr anbietet. Der "Net-Rental-Vertrag" räumt großen DSL-Wiederverkäufern bessere Konditionen als kleinen Anbietern an. Mit diesen Konditionen können nach einem Bericht der "Frankfurter Allgemeine Zeitung" (FAZ) vor allem T-Online und United Internet nicht nur die kleinen Anbieter, sondern auch die Unternehmen mit eigener DSL-Netzinfrastruktur unterbieten.

Bisher haben laut FAZ United Internet und AOL den Vertrag offiziell unterschrieben, der ihnen statt der bisher üblichen 11,5 Prozent auf den Endkundenpreis in bestimmten Anschlussgebieten mehr als 50 Prozent Nachlass gewährt. T-Online habe den Vertrag offiziell noch nicht unterschrieben, kaufe nach Angaben aus Branchenkreisen die DSL-Vorleistungen aber zu Net-Rental-Konditionen ein, berichtete die Zeitung.