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19.12.2008 17:26

Freenet DSL: Spoerr hat es nicht eilig

Der Verkaufszeitpunkt für die Freenet-DSL-Sparte ist nicht drängend, meint Freenet-Chef Spoerr gegenüber der Presse.

Medienberichten zufolge hat sich der Chef des Telekommunkationsunternehmens Freenet, Eckhard Spoerr, gelassen über die sich hinziehende Verkaufsaktion des DSL-Standbeins seines Unternehmens geäußert. 
Freenet ist mittlerweile vor allem als Mobilfunkanbieter zu sehen, jedenfalls nach dem Willen Spoerrs, der mit der Übernahme von debitel diesen Bereich massiv aufgewertet hatte. Doch noch gibt es im Konzern den DSL-Bereich, obwohl dieser bereits seit Monaten zum Verkauf steht.

Kein Druck beim DSL-Verkauf
Die Hängepartie beim Verkauf der Breitband-Aktivitäten hat bei Aktionären nach Einschätzung von Branchenkennern zu Nervosität geführt. Spoerr ficht das nicht an, zumindest gegenüber der Presse hat er davon gesprochen, nicht unter Verkaufsdruck zu stehen. 
Der Freenet-Chef sieht die grassierende Finanzkrise als Ursache für dieVerzögerungen. Diese sei ein Grund für die Zurückstellung von Projekten, was allerdings keine Ursache für Beunruhigung sei. Zwar sei der Verkaufserlös für die DSL-Sparte ein Mittel, die Verschuldung des Konzerns zu senken, allerdings gäbe es dafür keinen Druck. 

Konsolidierungsdruck der DSL-Branche
Doch könnte es von anderer Seite Druck geben. Mit United Internet ist ein potenzieller Käufer aus dem Kreis der Bieter ausgeschieden, die Zahlen, die Freenet zuletzt über die Entwicklung im DSL-Bereich vorgelegt hat, waren nicht berauschend. Und: Experten gehen davon aus, dass 2009 der Druck auf die Branche wachsen wird, Konsolidierung zu betreiben. Angesichts dieser Aussichten stellt sich schon die Frage, ob und zu welchem Preis Freenet das DSL-Geschäft überhaupt wird abstoßen können.