Fernsehkabel: DSL-Konkurrenz wächst
Die Kabelnetzbetreiber wollen im laufenden Jahr das Wachstum bei schnellen Internet-Verbindungen erhöhen.
Es hat ein bisschen gedauert, bis die deutschen Kabelnetzbetreiber wie Unitymedia oder Kabel Deutschland auf den Breitband-Zug aufgesprungen sind. Zunächst haben sie den DSL-Providern das Feld weitgehend überlassen, seit einiger Zeit wird allerdings das Feld kräftig beackert. Durchaus mit Erfolg, wie sich bei der Entwicklung der Kundenzahlen ablesen lässt.
Kräftige Zuwächse
Die Zahlen sprechen eine deutliche Sprache: Ende 2007 hatten die Kabelnetzbetreiber noch 980.000 Kunden, die ihre schnellen Internet-Verbindungen nutzen, so ist diese Zahl in den ersten fünf Monaten 2008 auf 1,35 Millionen gestiegen.
Nach Angaben des Verbandes Deutscher Kabelnetzbetreiber haben 2006 nur fünf Prozent der Neukunden das Kabel als Weg ins Internet gewählt, 2007 waren es schon zehn Prozent. 2008 will die Branche noch einen draufsetzen: 15 bis 20 Prozent der Neukunden sollen sich für den Kabel-Weg entscheiden.
Qualität als Kriterium
Trotz der mittlerweile weiten Verbreitung schneller Internet-Zugänge scheint das Kabel an Attraktivität zu gewinnen. Schließlich kämpfen DSL-Betreiber nicht mehr nur um Neukunden, sondern schielen nach günstigen Übernahme-Objekten, um ihr Wachstum voranzutrieben.
Als Gründe für die Attraktivität des Kabels werden Quantität und Qualität genannt. Die Bandbreiten reichen bis zu sehr schnellen 32 Megabit je Sekunde beim Herunterladen von Daten aus dem Internet, währen die Preise für die so genannten Doppel-Flatrats zum Teil unterhalb der 30 Euro-Marke rangieren.
