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26.09.2008 10:13

EU hat DSL- und andere Telekommunikationsverträge im Visier

Angepeilt werden diverse Auflagen für die Anbieter von Internetzugängen und anderen Telekommunikationsdienstleistungen

Gewöhnlich werden DSL-Verträge mit einer Mindestlaufzeit versehen, die mittlerweile in der Regel 24 Monate beträgt. Ausnahmen gibt es, doch auch diese Anbieter sichern sich ab, etwa durch eine Anschlussgebühr, die schnelle Vertragswechsler abschrecken soll. Geht es nach dem Europaparlament, soll sich die Vertragsgestaltung zukünftig stärker am Kunden orientieren. 

Laufzeit und Wechselzeit sollen kundenfreundlicher werden 
Konkret sind eine ganze Reihe von Maßnahmen im Gespräch. Zum einen sollen die Provider auch Verträge anbieten, die mit einer Laufzeit von zwölf Monaten versehen sind. Damit würde zwar die Zweijahresverträge nicht verschwinden, doch hätten die Kunden mehr Auswahl. 
Außerdem peilt das Parlament an, dass Kunden von Mobilfunk und Festnetz innerhalb von 24 Stunden ihren Anbieter wechseln können. Die verwendete Rufnummer soll behalten werden können. Nach Einschätzung von Branchenkennern reicht gegenwärtig die Dauer derartiger Wechsel von acht bis 30 Tage. 
Außerdem sollen die Provider verpflichtet werden, einen europaweiten Zugang zu Notrufnummern anzubieten, weiterhin ist eine Hotline im Gespräch, bei der man vermisste Kinder melden kann. 

Absage an europäische Regulierungsbehörde
Das Parlament hat außerdem die Pläne für eine so genannte „Agentur für die Regulierung der Telekommunikation“ zusammengestrichen. Damit werden die bereits existierenden nationalen Regulierer gegenüber der EU-Kommission gestärkt. Ein Vetorecht scheint nicht durchsetzbar.