eBay verbannt virtuelle Waren
Second Life erlaubt - World of Warcraft verboten
Muss man das verstehen? Das Internet-Auktionshaus eBay will den Verkauf virtueller Waren für Multiplayer-Rollenspiele wie World of Warcraft (WoW) künftig unterbinden. eBay-Sprecher Hani Durzy gab "Rechtliche Verwicklungen" als Grund für das Handelsverbot an. "Wir sagen nicht, dass es legal ist, aber auch nicht, dass es illegal ist," kommentierte Durzy die verworrene Situation. Noch undurchsichtiger wird die Maßnahme allerdings, da beispielsweise virtuelle Güter für Second Life von dem Bann ausgenommen sind. "Zur Zeit wird Second Life nicht als Spiel betrachtet," begründet Durzy diese Ausnahme.
Der Markt für virtuelle Waren ist alles andere als klein. Allein in Korea soll dabei gut eine Milliarde US-Dollar pro Jahr umgesetzt werden. Alle Versuche, diese Geschäftemacherei zu unterbinden, schlugen bisher fehl. Auch ebays Verbot wird daran wohl nichts ändern können. Längst haben sich die WoW-Junkies andere Plattformen für ihre Geschäfte geschaffen. WoW-Hersteller Blizzard hat den Handel mit virtuellen Waren in seinen Geschäftsbedingungen ausdrücklich verboten und löscht Accounts, wenn er jemanden dabei erwischt.
