DSL-Nachfolger VDSL soll weiter reguliert werden
Die EU-Kommission dringt auf eine klare Regulierung beim Aufbau der neuen, schnellen Internetzugänge via Glasfaser.
Die EU-Kommission ist unerbittlich: Auch beim gerade im Aufbau befindlichen DSL-Nachfolger VDSL soll es klare Wettbewerbsregeln geben, die dort zur Anwendung gelangen. Eine Art „Ferien vom Wettbewerbsrecht“ werde es nicht geben, lautet die kämpferische Aussage aus Brüssel.
Befragung endet im November
Im November 2008, genauer gesagt am 14. des Monats, endet eine Befragung der jeweiligen nationalen Regulierungsbehörden. 2009 soll dann eine neue Regelungsstrategie veröffentlicht werden, die sich auf die neuen Glasfasernetze bezieht.
Um die Regulierung neuer Telekommunikationsnetze gibt es traditionell Streit. Erst 2007 war die EU-Kommission vor den Europäischen Gerichtshof gezogen und hat dort Deutschland verklagt: Das neue Telekomgesetz nimmt VDSL über einige Jahre von der Regulierung aus, was die EU-Kommission nicht akzeptiert. Hier steht ein Urteil noch aus.
Telekom-Wettbewerber erfreut
Während die Deutsche Telekom die Ankündigung aus Brüssel bestenfalls mit gemischten Gefühlen aufgenommen haben dürfte, haben sich die Wettbewerber des Ex-Monopolisten erfreut geäußert. Seitens des Interessenverbandes VATM (das Kürzel steht für das Wortungetüm „Verband der Anbieter von Telekommunikations- und Mehrwertdiensten“) ist zu hören gewesen, wie wichtig eine Regulierung in diesen Kreisen gesehen wird. Sogar die Gefahr einer „Remonopolisierung“ ist heraufbeschworen worden, was eintreten würde, wenn der Zugang zu den neuen Netzen durch die Konkurrenz der Deutschen Telekom nicht geregelt würde.
