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18.11.2008 16:19

DSL-Markt: Goldgräber-Zeit ist vorbei

Im Zeitungsinterview rechnet der Chef von United Internet mit deutlich geringerem Wachstum auf dem DSL-Markt.

Die Zahlen, die einige DSL-Provider zuletzt vorgelegt haben, waren nicht berauschend. Teilweise ist das Wachstum in Stagnation übergegangen bzw. sogar in sinkende Kundenzahlen umgeschlagen. Das scheint nicht zuletzt daran zu liegen, dass sich der Boom von DSL dem Ende entgegen neigt. 

United Internet vorsichtig
Ralph Dommermuth, der Chef von United Internet und damit einem der großen Player im DSL-Bereich, hat sich zurückhaltend über die weitere Entwicklung geäußert. Der deutsche DSL-Markt wird demnach 2008 noch 2,8 Millionen neue Anschlüsse hervorbringen, 2009 werden es nur noch 2,3 Millionen sein. 
Der Branchenverband VATM ist da etwas optimistischer: Hier leigend die Schätzungen bei 3,2 Millionen neuen DSL-Anschlüssen. Trotzdem ist die Tendenz die gleiche: Das Wachstum schwächt sich auch bei dieser Sichtweise ab. 

Bäumchen-Wechsel-Dich
Der Chef von United Internet erwartet außerdem eine unstetige Kundschaft unter den DSL-Kunden. Insgesamt 3,7 Millionen Haushalte sollen 2009 den Anbieter wechseln, so seine Prognose gegenüber der „Frankfurter Allgemeinen Zeitung“. 
Die starken Preissenkungen in den zurückliegenden Zeit haben den Druck auf die DSL-Provider erhöht. Analysten gehen davon aus, dass nicht viele das heftige Ringen um Kunden überstehen werden. Manche Experten meinen, dass nur drei oder vier am Ende verbleiben würden.