DSL-Anbieter vor schweren Zeiten
Wegen der sich rasch nähernden Marktsättigung rechnen Experten mit einer verschärften Konzentration im DSL-Bereich
Geht es nach einer aktuellen Studie, dann stehen den Anbietern schneller Internet-Zugänge via DSL schwere Zeiten ins Haus. Die Ergebnisse der Untersuchung, die OC&C Strategy und die Investmentbank Sal. Oppenheim durchgeführt haben, lesen sich alles andere als attraktiv.
So ächzt die Branche unter sinkendem Neugeschäft und schmalgen Gewinnmargen, hervorgerufen durch die große DSL-Anbieterzahl, die im Großen und Ganzen das gleiche offerieren: Telefon, Internetzugang und TV.
Neben den fünf Großen, Deutsche Telekom, United Internet (1&1), Hansenet (Alice), o2 und Vodafone und den großen Kabelnetzbetreibern gibt es noch eine Reihe von anderen DSL-Providern: Kleinere wie Versatel, regionale wie NetCologne oder aber Ableger von großen Anbietern wie Congstar.
Die Schlussfolgerung, die die Experten aus ihrer Studie ziehen, ist einfach: eine Konzentrationswelle. Bis 2012 rechnen sie mit dem Erreichen der Sättigungsgrenze im DSL-Markt, also müssen die Unternehmen anderweitig zum Zuge kommen. Wie zum Beispiel jüngst United Internet beim Kauf des Freenet-DSL-Bereichs. Oder wie demnächst bei der Übernahme von Alice-DSL durch einen Konkurrenten.
Als weitere potenzielle Übernahme-Kandidaten gelten QSC und Colt, Verstatel und Netcologne. Aber auch größere Brocken wie United Internet könnten auf dem Einkaufszettel großer Konzerne wie der KPN stehen: Um E-Plus, die hauseigene Tochtergesellschaft, aufzuwerten, könnte man United Internet kaufen wollen. Auch bei den Kabelnetzgesellschaften sehen die Experten mögliche Übernahmen, wie zum Beispiel Orion und Kabel BW. <span> </span>
