Deutschland: Bürger unter 50 Jahren sind fast alle online
Noch immer gibt es bei der Internetnutzung dramatische Unterschiede hinsichtlich des Alters und der Bildung.
Das Internet ist eigentlich noch eine recht junge Erscheinung, dennoch hat es sich im Alltag auf dramatische Weise etabliert. Das zeigen die neuesten Zahlen der Forschungsgruppe Wahlen, die ermittelt hat, dass mittlerweile 72 Prozent der Erwachsenen in Deutschland das Internet zu Hause, am Arbeitsplatz oder andernorts nutzen.
Dabei gibt es allerdings noch einige interessant Abstufungen: 79 Prozent der Männer nutzen das Internet, bei den Frauen sind es 66 Prozent. Im Westen kommt das Internet auf 74 Prozent der Nutzer, im Osten der Republik sind es 65 Prozent. Etwas mehr als ein Viertel der Internet-Nutzer, nämlich 28 Prozent, sind bis zu zwei Stunden pro Woche online, fast gleichviel (27 Prozent) kommen auf mehr als zehn Stunden wöchentlich.
Besonders interessant ist, dass es eine klare Alterwasserscheide beim Internet-Nutzen zu geben scheint. Diese liegt bei 50 Jahren. Die Altersgruppen bis 49 Jahre nutzen mindestens zu 90 Prozent das Internet, zum Teil geht das rauf bis 97 Prozent. Jenseits der 50 Jahre sinkt der Anteil: Bis 59 Jahren nutzen 80 Prozent das Internet, bei jenen, die älter als 60 Jahre sind, sinkt der Anteil auf 34 Prozent.
Auch hinsichtlich der Bildung gibt es Unterschiede bei der Nutzungshäufigkeit des Internets: Deutsche mit Hochschulreife kommen auf eine Quote von 93 Prozent, bei Mittlerer Reife sind es noch 84 Prozent, während jene mit Hauptschulabschluss und Lehre noch auf 56 Prozent kommen. Noch niedriger liegt die Quote bei jenen Zeitgenossen, die einen Hauptschulabschluss haben, aber keine Lehre: Hier surfen nur 40 Prozent.
