Dell Notebooks für Schüler kosten 1.260 Euro
Microsoft ist bei stadtweitem Projekt mit im Boot
Die Stadt Recklinghausen bietet im kommenden Schuljahr Siebtklässlern die Ausstattung mit elternfinanzierten Notebooks an. Zwei Drittel der Schulen und etwa 50 Prozent der Eltern des Jahrgangs hätten dieses Angebot angenommen. Das gab der Software-Konzern Microsoft heute in München bekannt. Die deutsche Landestochter sponsert Netzwerk-Software für das Notebook-Projekt der Ruhrgebietsstadt. Darüber hinaus unterstützt Microsoft Fortbildungsmaßnahmen, um die Lehrer fit für den pädagogisch sinnvollen Einsatz der Notebooks im Unterricht zu machen.
Damit ist Recklinghausen bundesweit die erste Kommune, in der an den weiterführenden Schulen flächendeckend Notebooks zum Einsatz kommen. Für 1.260 Euro, in Form von Monatsraten von 30 Euro über eine Laufzeit von 42 Monaten, erwerben die Eltern für ihre Sprösslinge ein Dell-Notebook inklusive Software-Lizenzen für Windows XP und Office 2003. Der Ratenvertrag umfasst Wartung und Support sowie eine Versicherung gegen Beschädigung und Diebstahl. Die Stadt stellt im Gegenzug die entsprechende Infrastruktur bereit und richtet Notebook-Servicestationen ein. Service-Dienstleister und Koordinator der Hard- und Software sind die RAG Bildung Lehrmittel-Sparte und die Sysdat.
"Wir sind stolz darauf, mit dem Notebook-Projekt als erste Kommune in Deutschland IT-gestütztes Lehren und Lernen flächendeckend einzuführen", sagte Wolfgang Pantförder, Bürgermeister der Stadt Recklinghausen. Computer dürften nicht nur als "bessere Schreibmaschinen" eingesetzt werden, forderte Wolfgang Branoner (CDU), als Director Public Sector bei Microsoft Deutschland der Architekt des Projektes, und ehemaliger Berliner Wirtschaftssenator. Es komme darauf an, die Möglichkeiten der Vernetzung intelligent zu nutzen, um Wissen auszutauschen und neue Formen der Zusammenarbeit zu erproben.
Schüler und Lehrer können Aufgaben sowohl zu Hause als auch in der Schule online abrufen und erhalten so Zugriff auf alle Materialien. Das Learning Gateway wird vom Microsoft-Partner Regio IT Aachen gehostet und verwaltet. Die Schulträger stellen den Zugang zum Internet bereit. Die Learning Gateway Komponente "Microsoft Class Server" enthält eine Autoren-Software, mit der Lehrer multimediales Lehrmaterial, Aufgaben und Prüfungsmaterial (on- und offline) erstellen und die Inhalte in ihre Unterlagen übernehmen können. Das Unterrichtsmaterial lässt sich zusammen mit Bearbeitungszeiträumen einzelnen Klassen beziehungsweise Schülern zuweisen.
