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26.11.2008 09:40

Das Internet bekommt 2012 einen Flaschenhals

Die Bandbreite im Internet wird nach Einschätzung von Experten bis zum Jahr 2012 knapp.

Ein schneller Internet-Anschluss gehört für die meisten Deutschen mittlerweile zum Alltag wie das Automobil. Und beiden dräut interessanterweise ein ähnliches Schicksal: Während dort die fossilen Brennstoffe knapp werden und die Frage gestellt wird, womit man in einigen Jahren noch wird fahren können, steht das Internet vor einem Engpass: Einer Studie zufolge wird das Internet im Jahr 2012 – spätestens! – nicht mehr in der Lage sein, den Bedarf an Breitband-Kapazitäten zu decken. In einzelnen Regionen soll das bereits jetzt schon der Fall sein. 

Engpässe nicht nur bei der Bandbreite
Dabei ist es keinesfalls so, dass allein die Bandbreite in die Knie gehen wird. Ach bei den wichtigen IP-Adressen wird es eng. Hier sind der Studie zufolge bereits 85 Prozent vergeben. 
Die Folgen sind allerdings weniger in einem totalen Ausfall des Internets zu sehen, denn in deutlich eingeschränkten Funktionen. Jene Angebote im weltweiten Netz, die viel Bandbreite fressen, würden dann nicht mehr korrekt funktionieren. 


Folgen: Das Geld zählt wieder 

Die Folgen, die sich aus der Studie ergeben, sind wohl in einem veränderten Zugangsverhalten zu sehen. Die Internet-Zugänge, die in den letzten Jahren immer billiger geworden sind, könnten zum Teil wieder deutlich teurer werden – oder aber von minderer Qualität. Der Nutzer wird entscheiden müssen, ob er für einen sehr schnellen Internet-Zugang viel Geld hinblättert oder eben Einschränkungen in Kauf nimmt. 

Für die Internet-Adressen sehen Experten raschen Handlungsbedarf. Der Umstieg vom IPv4, das in Europa und den USA noch verwendet wird, auf das leistungsstärkere IPv6, wie es in Asien bereits verbreitet ist, soll nach Einschätzung von Beobachtern vorangetrieben werden. Dazu sind allerdings Milliarden-Investitionen nötig.