Breitband nach DSL: Ehrgeizige Ausbaupläne
Mit einer Reihe von Maßnahmen will das Bundeswirtschaftsministerium in den kommenden zehn Jahren die Internet-Anschlüsse wesentlich beschleunigen.
Der DSL-Markt befindet sich auf dem Gipfelsturm. Die Zahlen der in Deutschland tätigten DSL-Provider zeigen eindeutig, dass der Markt für schnelle Internet-Anbindungen auf der Basis von DSL hierzulande seinem Zenit zusteuert: Das stürmische Wachstum verebbt, die Zahl der Haushalte, die fix per DSL ins Internet gehen können, ist hoch.
2018 sollen 50 Megabit Minimum sein
Die Bundesregierung, genauer gesagt: das Bundeswirtschaftsministerium hat nun ehrgeizige Pläne für den Ausbau des Breitband-Netzes in den kommenden zehn Jahren genannt. Bis 2018 soll jeder Haushalt über eine Internet-Verbindung mit mindestens 50 Megabit je Sekunde verfügen.
Aktuell schaffen DSL-Verbindungen gewöhnlich bis zu 16 Megabit je Sekunde, schneller sind Kabelnetzverbindungen. Doch um in die Regionen vorzustoßen, die vom Ministerium angepeilt werden, müssten neue Kabel her. Glasfaser wäre vonnöten, was allerdings Milliardensummen an Investitionen erfordert.
Leerrohre als Ausweg
Nun sollen Leerrohre helfen, dieses Ausbauziel zu erreichen. Dabei sollen anlässlich von Bauarbeiten immer mehr Leerrohre verlegt werden. Wird etwa irgendwo das Abwassersystem restauriert, sollen leere Rohre mit verlegt werden, durch die später Glasfaser-Kabel verlegt werden können, ohne erneut die Straße zu öffnen.
