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15.06.2005 09:08

AMD prüft weiter dritte Chip-Fabrik in Dresden

2,5 Milliarden Euro Investition und 1.000 neue Arbeitsplätzen

Der Prozessorhersteller AMD prüft weiter eine dritte Chip-Fabrik in Dresden. Das sagte Konzernchef Hector Ruiz der 'Frankfurter Allgemeinen Zeitung' (Mittwochsausgabe). Zu erwarten wäre dann eine 2,5 Milliarden Euro Investition und die Schaffung von 1.000 neuen Arbeitsplätzen. Die endgültige Entscheidung über den Standort wird nach den Worten des AMD-Vorstandsvorsitzenden Hector Ruiz "spätestens bis zum Sommer nächsten Jahres" fallen. "Es ist sehr wahrscheinlich, dass wir mit dem Beginn des Jahres 2008 eine neue Fabrik brauchen", sagte Ruiz der Zeitung.

Die Ausbildung der Beschäftigten sei hervorragend und die Einstellung zur Arbeit vorbildlich. "Es geht dort sehr diszipliniert zu, typisch deutsch eben." Die deutschen Arbeitnehmer würden zwar gut bezahlt. "Aber sie haben ihr Geld auch verdient", sagt Ruiz der Zeitung.

Die sächsische Landesregierung bestätigte dem Blatt die Gespräche mit dem US-Konzern. Sachsens Ministerpräsident Georg Milbradt (CDU) sagte der Zeitung: "Wir haben offensichtlich die richtigen Rahmenbedingungen geschaffen, um solche Ansiedlungen in den Freistaat zu holen."

AMD stellt in Dresden gegenwärtig seine zweite Fabrik, die "AMD Fab 36", fertig. Der Bau kostet 2,5 Milliarden Euro, wovon sich der US-Konzern 660 Millionen Euro aus der Steuerkasse subventionieren lässt. Wie die Zeitung aus Dresden erfahren hat, wäre die Landesregierung auch bereit, eine dritte Ansiedlung mit Millionenbeträgen anzulocken.