Alice soll im DSL-Geschäft bleiben
Statt eines Verkaufs von Alice soll organisch gewachsen werden.
Der in Deutschland heißt umkämpfte Markt für schnelle Internet-Anbindungen via DSL steht nach Einschätzung vieler Experten vor einer Marktbereinigung: Manche Beobachter gehen davon aus, dass nur drei oder vier Anbieter überleben werden. Einer der Provider, die Tochtergesellschaft von Hansenet, Alice, wird immer wieder als potenzielles Übernahmeobjekt gehandelt. Doch das scheint nicht die Absicht der Telecom Italia zu sein: Die Muttergesellschaft von Hansenet und damit auch Alice geht davon aus, dass der DSL-Provider nicht verkauft wird.
Organisches Wachstum
Der Geschäftsführer von Hansenet hat gegenüber der Presse geäußert, dass das Ziel des Unternehmens im organischen Wachstum liege. Das ist eine interessante Äußerung, nicht nur im Hinblick auf den immer wieder spekulierten Verkauf von Alice. Der Markt in Deutschland ist hinsichtlich der Neukunden-Gewinnung bekanntlich äußerst schwierig geworden, was zum Aufkommen diverser Zukauf-Überlegungen geführt hat.
Doch das sollte nicht unbedingt wörtlich genommen werden. Zukäufe dürften auch bei Alice eine Rolle im strategischen Konzept darstellen, schließlich ist der Anbieter erst durch den Kauf des Deutschlandgeschäfts von AOL groß geworden.
Freenet als Angriffspunkt
Bekanntlich will Freenet sich von seinem DSL-Geschäft trennen. Das wäre zum Beispiel eine Möglichkeit für die Konkurrenten der Deutschen Telekom, sich auf einen Schlag eine Menge neuer Kunden zu verschaffen. Hier scheint auch Alice nach Einschätzung von Experten Interesse zu haben, aber auch andere Wettbewerber.
