Das inzwischen in Mainz ansässige Sicherheitsunternehmen Sophos hat in seinem letzten
Quartalsbericht einige Verschiebungen im Spam-Bereich festgestellt. Laut dem Bericht über das "dreckige Dutzend" der wichtigsten Versandländer von Spam führen die USA zwar mit 19,8% weiterhin den Reigen an. Doch der Versand aus China (7,5%) ging im 1. Quartal 2007
dramatisch zurück. Währenddessen nahm der Versand aus Polen (7,4%) stark zu und hat sich seit dem 1. Quartal 2006 (3,8%) fast verdoppelt.
Nachvollziehbare Begründungen gibt es für keine der beiden Entwicklungen. Die
Australian IT hält es im Fall Chinas zwar für möglich, dass der Rückgang dort mit einer Beschädigung eines Unterseekabels im Dezember in Verbindung steht. Doch im Fall Polens (seit 2004 EU-Mitglied) ist eine Erklärung schwer. Vor allem, weil die Bevölkerungszahl Polens (40 Mio.) als auch die Zahl der Computer dort weit hinter Ländern wie beispielsweise Russland, Indien oder China zurückbleiben.
Aufgrund dieser Entwicklungen in Polen und China kam es aber in der Sophos-Statistik zu einer weiteren Verschiebung: Auf kontinentaler Ebene ist nun Europa plötzlich die Spam-Ursprungsregion Nummer 1 (35,1%) gefolgt von Asien (33,4%). und Nordamerika (22,9%). Es geht voran mit Europa, wie man sieht.