Ein neuer Superchip von IBM, Sony und Toshiba soll die Unterhaltungselektronik antreiben - er könnte sogar den Markt aufmischen, der im Moment von Intel und Microsofts Windows beherrscht wird.
Bis zu zehnmal so schnell wie der derzeit leistungsfähigste verfügbare Intel-Prozessor soll Cell sein – und das bei einem vergleichbaren Preis. Schon sieht mancher Insider wie der Computer-Experte und Linux-Anhänger Nicholas Blachford das Ende der Übermacht von Microsofts Windows und Intels Prozessoren auf dem PC-Markt herannahen.
„Cell zielt auf den Markt für Unterhaltungselektronik“, sagt IBM-Sprecher Hans-Jürgen Rehm. Der Prozessor ist quasi ein Supercomputer auf einem einzigen Chip.
Der Elektronik- und Unterhaltungsriese Sony scheint damit seinem Ziel nahe zu kommen, die Leistung seiner neuen Playstation drastisch zu steigern: „Moores Gesetz ist uns zu langsam“, hatte Sonys Chefentwickler für den Unterhaltungsbereich, Shin’ichi Okamoto, schon vor Monaten selbstbewusst erklärt.
Moores Gesetz sagt, dass sich die Zahl integrierter Schaltkreise auf einem Chip alle 18 Monate verdoppelt.
Noch wird es zwar mindestens ein Jahr dauern, bis erste Geräte mit dem Cell-Prozessor ausgeliefert werden, doch bereits jetzt träumen Experten von den Möglichkeiten, die ein PC mit diesem Prozessor bieten könnte: „Der erste Cell-basierte Arbeitsplatzrechner wird mit Abstand der schnellste seiner Art sein“, sagt Linux-Experte Blachford.