Der norwegische Browser-Hersteller will künftig bei der Anforderung von HTML-Dateien auf "täuschende" Angaben verzichten. Opera soll sich bei den Servern nicht mehr länger als "Microsoft Internet Explorer" vorstellen.

Gemeint ist damit die Besonderheit des Browsers, die Angaben zum "User Agent" im HTTP Request des Browsers nach Belieben zu gestalten. Opera kann sich bei der Anforderung einer HTML-Datei gegenüber dem Server zwar auch als "Opera Browser" vorstellen. Doch bisher gab sich der Browser laut Voreinstellung als "Microsoft Internet Explorer" zu erkennen.
Dass dem so ist, hat folgenden Hintergrund: In der Vergangenheit wurde mehrfach festgestellt, dass Informations-Anbieter im WWW die Opera-Benutzer oder auch Benutzer anderer Browser systematisch ausschließen. Die ersten Fälle dieser Art liegen schon viele Jahre zurück und betrafen Netscape-Nutzer, die MSN-Seiten besuchen wollten. Sie erhielten damals den Hinweis, dass die Benutzung dieser Seiten dem MSIE vorbehalten ist.
Und das hat aus Sicht Operas einen unerwünschten Nebeneffekt: In den Statistiken zur Browser-Nutzung bleiben Opera-Nutzer unterrepräsentiert. Ihre Besuche werden in den Statistiken dem MSIE-Lager zugeschlagen.
Aus diesem Grund sollen kommende Versionen sich nun aber auch als Opera-Browser zu erkennen geben. Ob sich die wahrgenommenen Marktanteile Operas durch diesen Schritt erhöhen lassen, bleibt jedoch abzuwarten. Wie gelegentlich zu hören ist, bleibt der Opera-Anteil auch bei der Nutzung von Auswertungsprogrammen weitgehend konstant, wenn sie die Opera-Angaben richtig interpretieren. Opera ist eben im Vergleich zum MSIE und sogar zu Firefox eher eine Randerscheinung.