Yahoo hat am Samstag testweise eine durchaus sinnvolle Erweiterung der Suchfunktionen veröffentlicht. Yahoos "Mindset" versucht es, die Intention des Suchenden zu berücksichtigen.
Das zugrunde liegende Problem ist altbekannt: Schon in ein und derselben Sprache können gleich lautende Begriffe mit höchst unterschiedlichen Inhalten verbunden werden. Suche nach "Pupil", was in der englischen Sprache sowohl "Schüler" als auch "Pupille" bedeuten kann. Und jeder Anwender kennt das Problem, dass die Suche nach einem zunächst neutralen Gegenstand an vorderster Stelle zu kommerziellen Anbietern führt. Nicht zuletzt, weil diese Informationsanbieter sehr viel mehr Geld und Mühe in ihr Suchmaschinen-Optimierung investieren, als gemeinhin im Bereich des Non Profit üblich.
Bei "Mindset" ("in etwa: "geistige Haltung") soll der Anwender entscheiden, ob seine Suche eher kommerzielle Ziele verfolgt, oder ob sie eher Forschungszwecken dient. Dazu kann er auf einer ansonsten stufenlos bedienbaren Skala angeben, ob sein Interesse eher kommerziellen (-2) oder eher informationellen Zwecken dient. Je nachdem, für welche Einstellung des Schiebers sich der Anwender entscheidet, werden dann die von der Suchmaschine gelieferten Ergebnisse geordnet. Wobei in der Demo-Version offenbar nur ein kleiner Bruchteil der sonst von Yahoo gefundenen Ergebnisse ausgegeben wird.