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Gestern veranstaltete Google sein erstes Treffen mit Analysten seit dem Börsengang im vergangenen August. Ob die Analysten während der vier Stunden (außer feinem Essen) erhielten, was sie wollten, ist aber zweifelhaft.
Einer der beteiligten Analysten meinte jedenfalls nach dem Treffen, der Küchenchef habe eine formelle Präsentation abgegeben, nicht aber der Finanzchef. Denn Charlie Ayers, der einst die Grateful Dead bekochte, erklärte ausführlich die Speisenfolge. Chief Financial Officer George Reyes (früher Sun) dagegen moderierte das Treffen nur und beantwortete einige Fragen. Den erwarteten Vortrag inclusive Ausblick auf die künftige wirtschaftliche Entwicklung seines Unternehmens ersparte er sich aber. Dabei gehört gerade das zum Börsen-Ritual eines "Analyst Day". Auch wenn die dort gelieferten Prognosen oft nur Wunschvorstellungen sind, oder beschönigende Abschwächungen einer zu erwartenden Talfahrt, so nehmen die Analysten diese Informationen doch dankbar auf und informieren ihre Klientel über ihre daraus gewonnenen Erkenntnisse. Da diese Informationen beziehungsweise Spekulationen gestern ausblieben, war man offensichtlich enttäuscht und der Kurs der Aktie rutschte im Tagesverlauf um über 7 Dollar (3,55%) ab. Trotz dieser unüblichen Verschwiegenheit bezüglich der Gewinnerwartungen gab man sich größte Mühe, den Wünschen des Publikums entgegen zu kommen. CEO Eric Schmidt beispielsweise legte Wert auf die Feststellung, dass die geschäftliche Seite des Unternehmens ganz traditionell geführt werde, die Produktentwicklung dagegen sei "mehr kreativ". Das sollte man eigentlich auch annehmen, aber es beruhigt dennoch ein wenig. Und um das auch für Banker noch einmal ganz deutlich zu sagen: "Eigentlich sind wir gar nicht so ungewöhnlich, wie wir es von uns sagen" ("We're actually not as unconventional as we say we are"). Auch Larry Page bemühte sich, auf die Interessenslage des Publikums einzugehen und meinte aufmunternd "wir tun das wegen des Geldes" ("We're in this to make money"). Allerdings dämpfte er die Hoffnungen der Analysten gleich wieder mit der Erklärung, dass nicht alle Produkte, die Google entwickelt, Einnahmen produzieren sollen. Einige Innovationen und Produkte seien so wichtig für Google, dass man sie ohne Berücksichtigung künftiger Einnahmen oder Profite weiter verfolgen werde. Das hören Anwender gerne, die Börse aber weniger. An harten Fakten sparte man allerdings nicht nur hinsichtlich der Finanzen. Einheitlich wurde nur die interne Ressourcen-Verteilung Googles bestätigt, wonach 70 Prozent dieser Ressourcen für die Verbesserung der Suchmaschine aufgewendet werden, 20 Prozent für Produkte, die mit der Suche in Verbindung stehen und 10 Prozent für die reine Forschung. Von Ressourcen, die für die Anwerbung neuer Mitarbeiter dienen, war dagegen nichts zu hören. Früher hieß es dazu, dass jeder Mitarbeiter 20 Prozent seiner Zeit für eigene Projekte und 20 Prozent für Interviews mit Bewerbern aufbringen muss. Doch gerade das Letztere scheint inzwischen Probleme zu bereiten. Zwar habe man in den letzten beiden Jahren 2.300 Mitarbeiter eingestellt. Googles Bedarf an neuen Kräften kann aber mittlerweile nicht mehr so schnell gestillt werden, wie es eigentlich nötig wäre. Zu wenige Bewerber erfüllten die hohen Anforderungen. Was die weitere Entwicklung angeht, machte Schmidt noch eine halbwegs eindeutige Aussage: Google wird wahrscheinlich noch im Laufe dieses Jahres damit beginnen, bei einigen Produkten persönliche Informationen der Anwender zu erfragen. Welche Produkte das genau sein werden, erläuterte er allerdings nicht. Er meinte nur, die persönlichen Informationen machten es Google möglich, mehr nützliche Verbesserungen anzubieten. Doch das ist wahrscheinlich Börsen-Latein und steht für "qualifizierte Media-Informationen bedeuten höhere Werbeeinnahmen". Was ansonsten Berichte in den Medien angeht, wie beispielsweise über die Entwicklung eines eigenen Browsers, die Einführung eines Registrar-Betriebs für Domain-Namen oder eines Telefonie-Dienstes, so spielte Page diese weitgehend als Spekulationen herunter. "Die meisten Dinge, die wir lesen, überraschen uns" meinte er dazu. Excite News Reuters.com
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Google hat nun doch die Konsequenzen gezogen und einen etwas zu mitteilungsfreudigen Mitarbeiter wegen seines Blogs gekündigt. Ist das aber noch mit den Grundsätzen eines Unternehmens vereinbar, das "nicht böse" sein will?
Mark Jen wurde erst vor wenigen Wochen von Google eingestellt und erhielt damit einen Arbeitplatz, um den ihn sicher viele beneiden. Doch in seinem fast zeitgleich gestarteten Blog "99 Zeroes" zeigte sich Jen nicht rundweg begeistert. Die 99 Nullen waren als Anspielung auf Google gedacht, denn der Namensgeber der Suchmaschine, die Zahl "Googol" hat 100 Nullen. Doch in seinen Postings war immer auch ein wenig Skepsis zu erkennen. Die von seinem Arbeitgeber angebotenen Leistungen wie das kostenlose Essen, der Arzt, der Zahnarzt, die Autowaschanlage und das alles auf dem Firmengelände, das nahm der ehemalige Microsoft-Mitarbeiter schon zur Kenntnis. Aber er sah eben auch die Vorteile, die Google daraus zieht: Weniger Zeitvergeudung, höhere Effizienz. Und auch andere Äußerungen ließen ein wenig das Gefühl aufkommen, dass er noch nicht wirklich an seinem neuen Arbeitsplatz "angekommen" ist. Seine Postings über die Leistungen seines Arbeitgebers im Sinne der Gesundheitsvorsorge (Health Care Benefits), die Geschäftsentwicklung im Allgemeinen und der Hinweis auf neue Produkte waren dann aber wohl der eigentliche Stein des Anstoßes. Kurz nachdem er diese Postings abgesetzt hatte, wurde sein Blog geschlossen und war für Tage nicht erreichbar. Erst am 26. erschien dann eine überarbeitete Form und eine vorsichtige Erklärung, warum diese Änderungen notwendig waren. Google habe verständnisvoll reagiert, aber auf die Änderungen mit Bestimmtheit gedrungen (Dan Sullivans Blog konnte einige der gelöschten Passagen retten). Trotzdem und trotz seiner Erklärung, wie "pretty cool" sein Arbeitgeber mit dieser Angelegenheit umgegangen ist, hat man ihn aber offenbar doch gefeuert. Für viele Besucher seines Blogs ist das eine nur gerechte Strafe für jemanden, der seinen Arbeitgeber derart hintergeht und kompromittiert. Noch dazu, wo es sich um Google handelt. Aber, um auf dem Boden zu bleiben: Keine der von ihm veröffentlichten Informationen scheint so vertraulich beziehungsweise negativ zu sein, dass sie wirklich eine Kündigung rechtfertigt. Und es irritiert ein wenig, dass Bloggern bei anderen Unternehmen - wie beispielsweise bei Microsoft - weitaus mehr Freiheiten zugestanden wird, wenn es etwa um Kritik an eigenen Produkten geht. Wobei man es bei Microsoft ohnehin sicher leichter mit einem Schulterzucken wegstecken würde, wenn ein Mitarbeiter wegen eines kritischen Blogs gekündigt wird. Aber Microsoft hat eben auch nicht erklärt, "nichts Böses" tun zu wollen. Und Microsoft hat auch keine "10 Dinge" als Unternehmensphilosophie definiert, wie Google es tat. Der vierte dort beschriebene Leitsatz lautet "Demokratie im Web funktioniert". Das stimmt meistens, aber eben nicht immer. ![]()
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Google zeigt sich großzügig und hat dem "Developer Committee" von Wikipedia den Vorschlag unterbreitet, einen Teil der Wikipedia-Inhalte zu hosten.
Wikipedia wird mit Google im März im Rahmen einer IRC Konferenz über die Details des Vorschlags sprechen. Doch schon jetzt wird betont, dass das Angebot Googles nicht mit der Auflage verbunden ist, Werbung einzublenden. Google hosting - From Meta; discussion about Wikimedia projects
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Seit kurzem wird der Suchmaschinenbetreiber Google Inc. als Nr. 895 auf der Liste der von ICANN akkreditierten Domain-Registrare geführt. Google darf derzeit sieben unterschiedliche Top Level Domains (TLDs) vertreiben: .com, .net, .org, .biz, .info, .name und .pro, macht davon aber keinen Gebrauch.
Die Kosten für die Akkreditierung als ICANN-Registrar belaufen sich auf rund US$ 9.000,– (Vertragsgebühr US$ 2.500,– und TLD-Grundgebühr US$ 6.500,–), was bei den aktuellen Umsatz- und Gewinnzahlen aber nicht ins Gewicht fällt. Google weist in seinem aktuellen Quartalsbericht einen Umsatz von 1,03 Milliarden US-Dollar aus, bei einem Nettogewinn von gut 204 Mio. US-Dollar. Gegenüber dem Vorjahresquartal bedeutet das eine Steigerung von über 100% bei den Umsätzen. Der Fachwelt gibt Google mit seinen Registrarallüren bisher Rätsel auf. Während es von Seiten Googles heisst, man habe derzeit keine Pläne, als Registrar tätig zu werden, sondern man wolle das Domain Namen System besser verstehen und damit die Qualität eigener Dienstleistungen verbessern, wird im Internet wild darüber spekuliert, was der Suchmaschinenbetreiber tatsächlich im Schilde führt. Die Spekulationen reichen von »das bedeutet gar nichts, Google will eben nur bessere Kontrolle über die eigenen Domains haben«, über »Google will die WHOIS-Daten ausspionieren«, aber – wie eine andere Quelle meint – »zu einem besseren Zweck, denn bisher ist die WHOIS-Datenabfrage nicht einfach und oft unvollständig, wie gut wäre es, wenn Google das organisieren würde?«, bis hin zu umfassenden Serviceangeboten. Bereits im vergangenen Jahr hatte Google den Webloghostingservice Blogger.com übernommen. Das Domain.Hosting kann im Zusammenhang damit gesehen werden. Statt Weblogs auf der Third Level Ebene (mein-weblog.blogger.com) anzubieten, könnte Google auch gleich Domains mit anbieten, so dass Blogger auf der First Level Ebene bloggen. Das ginge dann in einem Packet mit GMail und AdSense-Diensten. Und wer ein Gigabyte Webspace für eMails geben kann, kann auch ordentlich Webspace für Domains und Webblogs draufgeben. Doch sind die Spekulationen müssig. Als vor fast zwei Jahren der Buchhändler Amazon seinerseits Registrar wurde, spekulierte das Wall Street Journal, das Unternehmen würde den Markt aufrollen. Doch ist seit dem nichts weiter passiert. Warten wir also ab.
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Valentinstag bei Google![]()
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![]() Google veröffentlicht Toolbar 3 als Beta-Version, die neue Ausgabe wird wiederum nur für den Internet Explorer (ab 5.5) angeboten. Sie enthält neben dem fast schon obligatorischen Pop-Up-Blocker eine englische Rechtschreibeprüfung für WWW-Postings. Interessant auch für nicht englisch sprechende Anwender ist die vom Toolbar gebotene Übersetzungshilfe. Hiermit können Worte in englischer Sprache in eine von mehreren anderen Sprachen (Chinesisch, Deutsch, Italienisch, Japanisch, Koreanisch oder Spanisch) übersetzt werden. Dazu muss der entsprechende Begriff lediglich mit der Maus markiert werden. Besonders interessant ist allerdings die Funktion Auto-Link. Ist diese Funktion aktiviert, so wird auf der gerade besuchten Seite nach Straßenadressen gesucht und diese Adressen können dann entweder mit den den neuen Google Maps oder auf den Straßenkarten von MapQueste beziehungsweise von Yahoo Maps gesucht werden. Diese Funktion wird derzeit allerdings nur für die USA angeboten und die bisherigen Tests verlaufen nicht immer zur vollen Befriedigung. Aber dafür handelt es sich auch um eine Beta-Version und die Funktion Auto-Link könnte es mittelfristig auch andernorts möglich machen, beispielsweise bei Anfahrtsskizzen auf die Karten kommerzieller Dienstleister zu verzichten.
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![]() Der Beta-Test Googles für den Freemailer GMail nähert sich augenscheinlich dem Ende. Inzwischen werden neue Nutzer nicht mehr nur durch ein begrenztes (aber immer wieder aufgestocktes) Einladungskontingent der "Testpersonen" geworben. Auch wer sich bei Google als Interessent angemeldet hat, erhält nun Einladungen und das bisher eher niedrige Kontingent an Einladungen der bereits bestehenden Konten wurde auf beachtliche 50 erhöht. Wie man sieht, hat Google das Wort "Beta" neu definiert. Oder anders gesagt: Wer hat inzwischen eigentlich noch kein GMail-Konto?
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Das Google die Taktzahl bei der Bereitstellung von GMail-Einladungen deutlich erhöht, bekommt nun auch der "GMail Invite Spooler" zu spüren, denn dort warten mittlerweile über 270.000 GMail-Einladungen auf Interessenten.
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![]() Auf einigen Blogs wurde Kritik an Googles neuer Toolbar-Funktion AutoLink geäußert. Das führt auch bei manchen Medien zu Überreaktionen, die Google nun mit Microsoft auf eine Ebene stellen. Die Anwender richten ihren Unmut dabei vor allem gegen das neue AutoLink-Feature, das stark an die von Microsoft für den Internet Explorer geplanten SmartTags erinnert. Die Technologie findet spezielle Inhalte auf Webseiten und verlinkt diese automatisch mit Google-eigenen Angeboten. Tatsächlich scheint die AutoLink-Funktion auf den ersten Blick eine gewisse Ähnlichkeit mit den Microsoft-SmartTags zu haben. Diese Ähnlichkeit hat auch ihren guten Grund, denn wie im Blog Micro Persuasion wenig später festgestellt wurde, war der für diese Toolbar-Funktion verantwortliche Techniker auch schon bei Microsoft für die Entwicklung der SmartTags verantwortlich. "Google kommt mit etwas davon, was man Microsoft nicht gestattet hat". So kann ein Nutzer per Klick auf eine Adresse beispielsweise auf Google Maps zurückgreifen, um sich die Location auf einer Karte anzeigen zu lassen. Weiterhin erfasst das Tool auch ISBN-Nummern von Büchern und Tracking-Nummern von Paketdiensten. Für den Nutzer ist dies erst einmal eine bequeme Art, zu weiteren Informationen zu kommen. Langfristig würden durch die hohe Marktdominanz Googles jedoch Dienste bevorteilt, auf die die Toolbar linkt, Konkurrenten dagegen kaum mehr wahrgenommen. Außerdem schränkt die Software die Wahlmöglichkeit der User ein, so die Kritik. "Was gibt es für Barnes & Noble noch zu tun, wenn alle ISBNs auf Amazon verweisen?", so Greg Linden, Chef des News-Aggregators Findory.com, in seinem Weblog. "Oder einen Schritt weitergedacht, was wäre wenn dein Webbrowser alle Seiten umschreibt? Wäre man glücklich darüber, wenn der Internet Explorer alle Adressen auf Encarta Maps verlinkt?" AutoLink böte vor allem weiteres Erlöspotential für Google, schreibt Blogger Nico Lumma. Anbieter könnten im Gegensatz dazu nicht mehr sicher sein, ob die Webseiten weiterhin wie gewünscht beim Nutzer erscheinen. "Ich möchte generell nicht, dass irgendjemand mit meinem Content rumspielt. Egal ob Google, oder Microsoft", so dessen Fazit.
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Die französische Nationalbibliothek hat Googles Pläne kritisiert, große Büchersammlungen zu digitalisieren, und ins Internet zu stellen.
Der Historiker Jean-Noel Jeanneney und Leiter der französischen Nationalbibliothek beklagt, dass so die angelsächsischen Ideen und die englische Sprache bevorteilt würden. Die Europäische Union müsste dagegen eine eigene Suchtechnologie entwickeln und ein eigenes Digitalisierungsprogramm auf den Weg bringen.
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Google SERP Position Check
Ein einfaches Skript um die eigene Position auf der Google-Ergebnisseite herauszufinden. (SERP = Search Engine Results Page) Einfach in der oberen Texteingabe die Suchbegriffe eintragen, mit denen eine Seite gefunden werden soll, und in der unteren die Adresse der Seite um die es geht. Sofern sie sich unter den Top 100 bei Google befindet, wird die Plazierung angezeigt.
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Google hat eine neue Funktion für Kino-Freunde. Leitet man eine Suche mit "movie:" ein, so erhält man Informationen, die im Zusammenhang mit Kinofilmen stehen. Sucht man also beispielsweise nach "rote Pille blaue Pille" ("movie: red pill blue pill") erhält man Informationen zu "The Matrix". Sucht man nach "Schiff trifft auf Eisberg" ("movie: ship hits iceberg"), landet man bei "Titanic". Besonders praktisch: Eine SMS an Google liefert Informationen zu Filmen in den umliegenden Kinos. Wie üblich, ist das Angebot auf die USA beziehungsweise die englische Sprache beschränkt.
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Der Harvard-Jurist Ben Edelman macht auf ein weiteres Spyware-Problem aufmerksam: Blogs werden inzwischen missbraucht, um solchen Code zu verbreiten. Und einer der größten Blog-Hoster, Google, unternimmt nichts dagegen.
![]() Der Jurist Alvin Borromeo, selbst Betreiber des Blogs "MT Law Blog", beschreibt, wozu das führt. Er hat die von Blogger.com (bzw. Blogspot.com, Google) genutzte Funktion "next Blog" genutzt, um sich einige zufällig ausgewählte Tagebücher anzusehen. Plötzlich erschienen trotz Blocker-Software Pop-Ups auf dem Bildschirm und obwohl er den Browser sofort schloss, war sein Rechner verseucht. Das ist kein Einzelfall, wie Edelman nun schreibt. Er verweist auf erste Hinweise auf solche Vorgänge, die im September vergangenen Jahres dokumentiert wurden. Und er selbst hat die Verantwortlichen bei Google in der vergangenen Woche über seine Informationen in Kenntnis gesetzt. Eine Reaktion blieb aber aus. Dabei kann Edelman schlüssig erklären, worin das Problem besteht. Er kann sogar Ross und Reiter nennen, wenn es um die Verantwortlichen geht. Die Betreiber der Site iWebTunes.com, die kostenlose musikalische Untermalung für Blogs anbieten, schleusen zusammen mit ihrem Code Java Script-Anweisungen auf die Blog-Seiten ein. Dieser Code öffnet Pop-Ups mit falschen ActiveX-Sicherheitswarnungen, die dazu dienen, den Download von Spyware zu aktivieren. Für jeden so abgeschlossenen Download erhält das Unternehmen eine Provision. Aus technischer Sicht ließe sich dieses Problem ganz einfach dadurch beheben, die Script-Sprache in den Blogs nicht zuzulassen. Dazu ist Google beziehungsweise Blogger.com technisch in der Lage, denn den Blog-Betreibern ist es in ihren Postings schon jetzt nicht gestattet, Java Script zu benutzen. In den HTML-Templates dagegen schon. Damit gerät Google aber in eine zweideutige Lage. Denn einerseits hat das Unternehmen in seinen "Software Principles" Richtlinien für die legitime Software-Installation und -Nutzung festgelegt und spricht sich dort beispielsweise eindeutig dagegen aus, den Anwender durch Tricks zur Installation zu bringen. Doch andererseits geschieht genau das jetzt unter Googles eigenem Dach und die Suchmaschine lässt die Verantwortlichen gewähren. ![]()
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Die deutschen Internet-Suchmaschinen wollen jugendgefährdende Seiten aus ihren Trefferlisten streichen. Dazu gaben sie die Gründung einer freiwilligen Selbstkontrolle bekannt.
Die Mitglieder verpflichten sich, die Adressen der rund 1000 Internetseiten nicht anzuzeigen, die auf dem Index für jugendgefährdende Medien verzeichnet sind. Zu den Gründern der Initiative gehören Yahoo Deutschland, t-online und die deutsche Google-Seite
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Das WIPO-Schiedsgericht für Domain-Streitigkeiten hat die Übertragung der Domain google.ir an Google angeordnet. Der Inhaber der iranischen Domain, selbst im Iran wohnhaft, hatte angegeben, die Domain nur registriert zu haben, um sie zu besitzen. Er habe sie nicht benutzen wollen.
![]() Allerdings sei er von einem Fremden aus Kanada auf die Domain angesprochen worden, dem er sie dann kostenlos zur Benutzung überlassen habe. Dieser Fremde habe dann unter der Domain eine Imitation der Suchmaschine eingerichtet und die Domain Google zum Kauf angeboten. Diese Einlassungen scheinen beim Schiedsrichter gewisse Zweifel geweckt zu haben.
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