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  #1 (permalink)  
Alt 03.01.2004, 22:34
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Rauschen im analogen Telefon

Hallo,
ich habe DSL und anlagoses Telefon. Nun ist es so, daß ich im Wohnzimmer meine TAE-Dose habe. Dort ist ein analoges Telefon angeschlossen.

Von dieser Dose geht ein Kabel nach oben in mein Arbeitszimmer, wo eine zweite Dose ist (mit zweitem Telefon).

Durch einen Wechselschalter im Wohnzimmer kann ich das zweite Telefon oben im Arbeitszimmer zuschalten, oder abschalten.

Jetzt habe ich oben im Arbeitszimmer den DSL-Splitter eingesteckt und unten im Wohnzimmer den Wechselschalter so gestellt, daß das Signal auch nach oben geht.

Alles klappt, nur sobald ich den PC hochfahre und sich dadurch wohl versucht das DSL-Modem zu syncronisieren (USB-Modem mit Stromversorgung über dem Compi) rauscht beim Telefonieren das Gespräch am Funktelefon welches an der Dose im Wohnzimmer angeschlossen ist.

Versuche ich ein Gespräch über das Telefon aus dem Arbeitszimmer ist dies ohne Rauschen.

DSL geht einwandfrei. Sobald ich den Rechner runtergefahren hab und damit auch das DSL-Modem aus ist, hört das Rauschen am Funktelefon an dem Anschluß im Wohnzimmer aus. Tausche ich das Funktelefon gegen ein Telefon mit Kabel aus, ist unten an der Dose kein Rauschen, egal ob mit oder ohne eingeschaltetem DSL-Modem.

Wie kann das sein, hat jemand eine Erklärung oder Lösung dazu?

Gruß, Sigi
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  #2 (permalink)  
Alt 03.01.2004, 22:50
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Beiträge: 273
Jeder PC ist ein klasse Störsender, wenn er eingeschaltet ist. Wenn Du ein analoges Funktelefon hast, was man übrigens toll mit einem Funkscanner abhören kann, reagiert das Funktelefon bei Verschlechterung des Signals mit Rauschen. Die Störsignale des PCs bewirken eine Verschlechterung des Empfangs. Das Metallgehäuse des PCs schirmt eine Menge ab, wenn es vernünftig verarbeitet ist und fest zu ist. Ganz großer Mist, was Abschirmung betrifft, sind z.B. Plexiglasgehäuse. Eventuell hilft es, die Basis vom Schnurlostelefon etwas weiter weg vom PC zu stellen, wobei der Abstand bei Dir sich wohl so einfach nicht mehr vergrößern läßt. Falls die HF Störungen über die Telefonleitung verbreitet werden, könnten Klappferrite helfen, dass sind Teile aus Ferritmaterial, wie man sie an vielen Kablen für PC Komponenten findet, diese bewirken eine Bedämpfung von HF Störungen. Klappferrite bestehen aus zwei Teilen und lassen sich nachträglich auf einer Leitung anbringen. Sie sollten unmittelbar an der Störquelle angebracht werden. Digitale DECT Schnurlostelefone sind inzwischen so preiswert geworden, dass man über einen Neukauf nachdenken sollte, die sind nicht ganz so störungsanfällig, da sie in einem höheren Frequenzbereich arbeiten und solange die Signalqualität ausreichend ist, rauschfrei funktionieren, um dann, wenn das Signal zu schlecht wird, ziemlich schlagartig abzubrechen, digital halt. Siemens DECT Telefone sind erfahrungsgemäß die besten, wenn auch der Service bei Siemens miserabel ist (0190 Hotline). Das DSL Modem sollte nur geringe Störungen verursachen, wenn es nicht fehlerhaft ist, die Zulassungsbestimmungen lassen größere Störpegel nicht zu, wenn es doch stört, könnte das ein Reklamationsgrund sein.

Geändert von dagobert0 (03.01.2004 um 23:01 Uhr).
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  #3 (permalink)  
Alt 03.01.2004, 23:37
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Alter: 41
Beiträge: 158
Hi Sigi,

Dagobert hat es ja mit seiner langen Erklärung versucht, aber ich glaube eher das es an der falschen Verkabelung liegt. Normalerweise schließt man den Splitter VOR allen Telefonen an. Er trennt nämlich die DSL- von den Sprech-Frequenzen zumindest in Empfangsrichtung. In Senderichtung werden deine DSL- mit den Sprach-Infos durch Modulation gemeinsam auf die Leitung gebracht. In deiner Konstellation läuft damit die komplette Information über die Leitung am Telefon im Wohnzimmer vorbei. Und an dieser Stelle kommen Teile von Dagoberts Theorie wieder zum Einsatz. Denn das scheint dein Funktelefon zu stören.
Ich würde dir also empfehlen das ganze so aufzubauen wie es die Teledum vorschreibt, auch wenn dir das wahrscheinlich noch mehr Verkabelungsprobleme bereiten wird.

Hth,
Lehmi
__________________
It's Linux Land. In silent nights you can hear windows machines rebooting!
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  #4 (permalink)  
Alt 04.01.2004, 01:56
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Registriert seit: 19.05.2003
Beiträge: 273
Lehmi könnte Recht haben, aufgrund Deiner etwas langen Erkärung hatte ich nicht mitbekommen, dass Deine Verkabelung etwas wild ist. Wie Lehmi schon sagt, Splitter an die erste TAE Dose. In der Leitung nach ober sollten 4 Adern sein, zwei werden fürs Telefon verwendet, die zwei freien Adern (mehr werden für DSL nicht benötigt) kannst Du für DSL verwenden. Der Wechselschalter darf aber kein automatischer Wechselschalter sein , der benötigt eine dritte Ader. Notfalls beide Telefone parallel (ohne Wechselschalter) schalten, was nicht ganz legal ist, oder eine zusätzliche Leitung legen.
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  #5 (permalink)  
Alt 04.01.2004, 02:28
Benutzerbild von Trüffelraupe
und sein Kind
 
Registriert seit: 28.09.2002
Ort: Trüffeldorf
Beiträge: 1.061
Oh man !

Lehmi hat das Problem treffend analysiert !

Wie kann man ein Telefon parallel zu dem Splitter anschließen, bzw davor ?

Ich würde mal ganz schnell meine Verkabelung in Ordnung bringen ! Und was soll denn der Umschalter *lol*
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"The greatest lesson in life is to know that even fools are right sometimes" - Winston Churchill
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  #6 (permalink)  
Alt 04.01.2004, 19:04
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Registriert seit: 03.01.2004
Beiträge: 8
Danke für Eure Hilfe.

Ich hatte mir da schon so etwas gedacht. Lehmi hat es Klasse erklärt. Es liegt bestimmt daran, daß ich meinen Splitter an die zweite Telefonbuchse angeschlossen habe und nicht an die Erste.
Übrigens verwende ich ein DECT-Telefon.
Ach ja zum Thema "Umschalter". Es gibt hier in Deutschland Menschen, die ziehen ab und zu mal um. Dazu gehöre ich auch. "Leider" war der Umschalter schon eingebaut.
Aus dieser Not wollte ich jedoch eine Tugend machen und mir das mühseelige Netzwerkkabel verlegen vom Splitter, der dann an der ersten Telefonanschlußdose angeschlossen wird zum Arbeitszimmer in den ersten Stock ersparen.
Nun, wenn es keine andere Möglichkeit gibt, werden wohl die Bohrarbeiten beginnen müßen.

Gruß, Sigi
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  #7 (permalink)  
Alt 04.01.2004, 23:25
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Registriert seit: 19.05.2003
Beiträge: 273
Zwischen Splitter und DSL Modem reichen zwei Adern, Netzwerkkabel ist nicht notwendig.
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  #8 (permalink)  
Alt 04.01.2004, 23:28
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Registriert seit: 03.01.2004
Beiträge: 8
Zitat:
Zitat von dagobert0
Zwischen Splitter und DSL Modem reichen zwei Adern, Netzwerkkabel ist nicht notwendig.
upps, jetzt bin ich baff und neugierig. Was heißt das mit den zwei Adern. Jetzt brauche ich alles an Input dazu.

Gruß, Sigi
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  #9 (permalink)  
Alt 04.01.2004, 23:38
Benutzerbild von Trüffelraupe
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Registriert seit: 28.09.2002
Ort: Trüffeldorf
Beiträge: 1.061
kommen doch auch nur 2 adern von der teledumm an.

Such ma hier im forum danach - steht alles beschrieben schon.

Grüße
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  #10 (permalink)  
Alt 05.01.2004, 08:29
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Registriert seit: 03.01.2004
Beiträge: 8
Habe da noch nee Idee. Weiß aber nicht ob die unlogisch ist.

Was passiert wenn ich an der ersten Dose einen zusätzlichen Splitter anschließe. Dort stecke ich dann das schnurlose Telefon an.

Oben im Arbeitszimmer, an Dose zwei ist ja eh schon der Splitter dran, wo einmal das zweite normale Telefon angesteckt ist und natürlich das DSL-Modem.

Dann sollte doch beim schnurlosen Telefon kein DSL-Signal mehr stören, oder ???

Gruß, Sigi
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  #11 (permalink)  
Alt 05.01.2004, 11:39
Benutzerbild von Harry B.
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Registriert seit: 06.05.2002
Ort: Bergisches Land
Beiträge: 4.174
Einmal gesplittet - immer gesplittet! Was willst Du aus einem bereits gesplitteten Signal nochmal abspalten? Man kann das ankommende Signal nur einmal in ein reines Telefon- und ein reines DSL-Signal auftrennen. Deswegen heißt es in der DSL-Anleitung der Telekom auch immer, dass der Splitter an die erste TEA-Dose geklemmt werden soll.
Such auch mal im T-DSL-Service-Bereich auf der Telekom-Seite. Dort sind alle möglichen Lösungen beschrieben. Besonders die benötigten Adern oder Kabel werden dort genannt. Vielleicht hilft Dir das bei Deiner Entscheidung weiter. Ich hätte gerne einen Link hierzu gepostet, aber der wechselt leider sehr(!) häufig.
__________________
Gruß,
Harry B.
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Kaum macht man 's richtig, schon funktioniert 's!
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  #12 (permalink)  
Alt 06.01.2004, 12:36
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Registriert seit: 19.05.2003
Beiträge: 273
Die zwei ankommenden Adern werden in zwei Adernpaare aufgeteilt. Ein Adernpaar, das fürs Telefon oder für ISDN, ist über ein Tiefpaßfilter geschaltet, welches nur den niedrigen Frequenzanteil durchläßt, das zweite Adernpaar läuft über einen Hochpass, der nur die hohen Frequenzanteile für DSL durchläßt. Da die Leitung, die in die obere Etage führt, mit ziemlicher Sicherheit 4 Adern, oder zwei Adernpaare hat, kannst Du nach dem Splitter das Telefonsignal und das DSL Signal über dieselbe Leitung nach ober führen. Im Splitter gibt es Klemmanschlüsse, wo man direkt die Adern anklemmen kann.
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  #13 (permalink)  
Alt 15.12.2010, 13:31
Registrierter Nutzer
 
Registriert seit: 15.12.2010
Beiträge: 1
Andreas

Hatte Massive Rauschprobleme im Telefon bei Internetbetrieb. Alle versuche vom Kabelumbau auf geschirmte Leitungen, Tausch des Modems und auch Tausch des Splitters waren erfolglos.Glücklicherweise ging dann das Telefon einmal gar nicht mehr und der Techniker der Telekom fand dann heraus, dass völlig oxidierte Kontakte in einem Kabelverteiler die Ursache war. Nach reinigen dieser Kontakte funktionierte nicht nur das Telefon wieder sondern auch alle störenden Rauschgeräusche waren verschwunden.
Vielleicht hilft diese Info dem einen oder anderen.
Gruß aus der Steiermark!
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