Sie sind hier: DSL-User.de > DSL Fragen > DSL Probleme
 

Fragen zu DSL Problemen

Alle anzeigen / Alle verbergen

Antwort auf/zuklappen

Ich nutze einen Volumentarif. Wie kann ich prüfen, wieviel Traffic ich bereits verursacht habe?

Die meisten Provider bieten einen Link, über den die Kunden jederzeit prüfen können, wie viel Datenverkehr sie bereits im Abrechnungszeitraum verursacht haben. Es gibt außerdem zahlreiche Tools aus der Free- und Sharewareszene, mit denen sich der Traffic messen lässt, unter anderem die kostenlose Software „Trafficstatistic“, die sich auch für den Routerbetrieb eignet und in der Lage ist, lokalen Traffic von Internet-Traffic zu unterscheiden.

Kategorie: DSL Probleme
Antwort auf/zuklappen

Warum kann ich zwar schnell surfen und E-Mails empfangen, erziele aber nur niedrige Übertragungsraten beim Download mit Filesharing-Programmen wie Kazaa oder Emule?

Nach einer Studie verursachen Filesharing-Programme fast 70 Prozent des gesamten Internet-Datenverkehrs. Provider, die den DSL-Anschluss der T-Com nutzen, müssen für die Nutzung Gebühren zahlen, die sich nach dem verursachten Datenverkehr richten. Deshalb versuchen diese Provider, den Datenverkehr so gering wie möglich zu halten – insbesondere bei Kunden, die eine Flatrate nutzen, und sich daher selbst nicht um das Datenvolumen sorgen müssen. Die Provider schränken per Port-Priorisierung die Übertragungsrate solcher Software ein.

Kategorie: DSL Probleme
Antwort auf/zuklappen

DSL ist an meinem Wohnort nicht verfügbar. Gibt es Alternativen, die eine ähnlich hohe Geschwindigkeit bieten?

Es gibt mehrere Breitband-Alternativen: Satelliten-DSL setzt eine Satellitenschüssel voraus, und erreicht sehr hohe Raten im Downstream, während der Upstream in den meisten Fällen über eine zusätzliche Modem-Verbindung realisiert wird.

Internet über Fernsehkabel wird noch nicht flächendeckend angeboten, da die Kabel noch nicht durchgehend rückkanal-fähig gemacht worden sind – für den ursprünglichen Zweck, die Verteilung von Fernseh- und Rundfunkprogrammen, war ja kein Rückkanal notwendig.

Noch knapper ist die Verfügbarkeit für Richtfunk-Angebote oder das seinerzeit hoffnungsvoll gestartete Powerline, Internetkommunikation über die Stromleitung also.

In Zukunft von sich reden machen wird WiMAX, eine Weiterentwicklung der WLAN-Technologie. Wir halten Sie auf dem Laufenden.

Kategorie: DSL Probleme
Antwort auf/zuklappen

Wie bekomme ich einen schnelleren Ping?

Standardmäßig setzen die Anbieter von DSL-Anschlüssen Interleaving ein, um die Fehlerrate bei der Datenübertragung zu reduzieren. Dadurch verlängern sich aber auch die Reaktionszeiten bei der Internetkommunikation, die PING-Rate, was bei Online-Spielen Nachteile mit sich bringt.

Bei vielen Anschlüssen ist Interleaving verzichtbar, abgeschaltetes Interleaving wird auch Fastpath genannt. Fastpath müssen Sie bei dem Betreiber Ihres Anschlusses, also meist der T-Com, beantragen. Der Anschlussbetreiber prüft zunächst, ob Interleaving bei Ihrem Anschluss verzichtbar ist.

Kategorie: DSL Probleme
Antwort auf/zuklappen

Kurze Aussetzer bei der Datenübertragung

TCP ist ein paket-orientiertes Protokoll, Daten werden also in Blöcken von üblicherweise 500-1500 Byte Größe übertragen. Um die Zustellung der Daten vom Sender an den Empfänger sicherzustellen, muss derEmpfänger dem Sender den Erhalt eines jeden Paketes quittieren. Solange der Sender diese Quittung nicht erhält, sendet er nicht weiter oder überträgt das Paket bei einem Timeout erneut, weil er davon ausgeht,dass das Paket verlorengegangen ist.

In diesem Zusammenhang spielt das "TCP Receive Window" (kurz "RWIN") eine große Rolle. Um Verzögerungen bei der Datenübertragung zu vermeiden, darf der Sender so viele Datenpakete ohne die oben erwähnte Quittierung übertragen, wie zuvor für das "Fenster" RWIN ausgehandelt wurde.Je größer dieses Fenster ist, desto mehr Pakete dürfen ohne Bestätigung durch den Empfänger gesendet werden. Die Default-Werte liegen üblicherweise zwischen 4 und 8 KByte, was für Modem und ISDN-Übertragungen auch meist völlig genügt.

Bei ADSL-Übertragungen kann dies allerdings zuwenig sein, so dass man seinen Anschluss unnötigerweise ausbremst. Für die Nutzung des ADSL-Anschlusses empfehlen wir ein RWIN von mindestens 32 KByte Größe, dies sollte für fast alle Verbindungen ausreichen. Bei dem mit der T-Online-Software 4.0 ausgelieferten T-DSL-Treiber sowie bei der Stand-Alone-Setup-Version des T-DSL-Treibers (siehe www.T-Online.de/service/index/hdosvxea.htm) werden dieentsprechenden Anpassungen gegebenfalls automatisch durchgeführt. Unter www.T-Online.de/service/index/hdosvxea.htm können Sie auch den T-DSL SpeedManager herunterladen. Der T-DSL-SpeedManager bietet ebenfalls die Möglichkeit, automatisch die Größe der MTU und des RWIN auf für eine DSL-Verbindung sinnvolle Werte zu setzen. Der T-DSL SpeedManager unterstützt folgende Betriebssysteme: Windows 9x, Windows NT4.0, Windows 2000 und Windows ME.

Die Änderungen können auch manuell vorgenommen werden: Win9x-Anwender müssten dafür ggf. den Schlüssel

"HKEY_LOCAL_MACHINE\System\CurrentControlSet\Services\VxD\MSTCP"

in der Registry editieren, in dem Sie dem Eintrag "DefaultRcvWindow" beispielsweise den Wert "32767" zuweisen.

Bei Windows NT und Windows 2000 findet sich die entsprechende Option im Schlüssel

[HKEY_LOCAL_MACHINE\SYSTEM\CurrentControlSet\Services\Tcpip\Parameters],

wo der Eintrag "TcpWindowSize" auf "dword:00007fff" gesetzt werden könnte.

Zwei Dinge sind hier zu beachten:
Zum einen gleicht das Editieren der Registry von Windows einer "Operation am offenen Herzen", ein einziger Fehler an der "richtigen" Stelle, kann die gesamte Windows-Installation hinfällig machen. Wir empfehlen deshalb die Verwendung eines der oben genannten Tools.

Zum anderen sollten Modem/ISDN-User den Wert für RWIN nicht erhöhen, acht KByte sind i.d.R. ausreichend, für ISDN-Nutzer kommt wegen der Möglichkeit zur Kanalbündelung allenfalls noch ein RWIN von 16 KByte in Betracht. Denn mit der Erhöhung des Wertes handelt man sich nicht nur Vorteile ein, sondern auch einen Nachteil (wie sollte es auch anders sein?). TCP/IP ist "fehlertolerant", das heißt, Fehler treten auf und werden insofern "toleriert", dass bei Übertragungsfehlern Daten eben noch einmal übertragen werden. Bei einem hohen RWIN steigt die Wahrscheinlichkeit eines Fehlers innerhalb eines solchen Übertragungsfensters. Unter ungünstigen Umständen müssen Daten in Größe des RWIN erneut übertragen werden. Dies kann die resultierende Netto-Übertragungsrate deutlich senken. Für RWIN ist also ein Wert zu wählen, der der Kombination von Übertragungsgeschwindigkeit und Antwortzeit optimal gerecht wird.

Es wurden noch ganz andere Möglichkeiten für die Aussetzer während der Datenübertragung berichtet. Demnach können einige der NTBBAs sehr heiß werden, was anscheinend die Fehlerrate bei der Datenübertragung negativ beeinflusst. Daher sollten Sie dafür Sorge tragen, dass der NTBBA möglichst frei steht und so von allen Seiten Luft bekommen.

Kategorie: DSL Probleme