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Unitymedia: Auf Unterhaltung eingestellt

Etwas überraschend lautet der erste Satz der Selbsteinschätzung auf der Homepage des Unternehmens: „Unitymedia ist Unterhaltung.“ Das klingt eher nach dem Fokus eines Produzenten von Spielfilmen, TV-Serien oder Videospielen als nach einem Anbieter von schnellen Internet-Zugängen.

Die Auffahrten zur virtuellen Datenautobahn sind nun einmal naturgemäß ebenso wenig unterhaltsam, wie die grauen Auffahrten zu den realen Autobahnen.

Doch steckt in dieser zunächst etwas seltsam erscheinenden Aussage ein wahrer Kern, der zudem ein gehöriges Stück Zukunft enthält. Unitymedia ist zwar im Wesentlichen ein Anbieter von Zugängen ins Internet, aber nicht nur, wie ein weiterer Selbsteinschätzungssatz auch richtigerweise sagt: „Unitymedia ist Vielfalt“.

Alles über das Kabel

Unitymedia ist ein Kabelnetzbetreiber, um es einmal auf den schnöden Kern des Geschäftsmodells zu bringen. Via Kabel sind mehrere Millionen Haushalte in den Bundesländern Nordrhein-Westfalen und Hessen verbunden und können so Fernsehen, Radio hören oder eben auch im Internet surfen bzw. auch telefonieren.

Die regionale Aufstellung des Unternehmens erklärt sich aus dem Zusammenschluss der Kabelnetze „ish“ (Nordrhein-Westfalen), „iesy“ (Hessen) und „Tele Columbus West“, die seit dem 22. Mai 2007 unter dem Namen Unitymedia firmieren.

Während gewöhnliche Breitbandanbieter als eine der nächsten technologischen und inhaltlichen Ausbaustufen auch das Fernsehen über das Internet anpreisen, läuft das bei Kabelanbietern bereits parallel, denn sie haben Kabelfernsehen.

Unitymedia offeriert eine ganze Palette an Angeboten, neben mehreren Dutzend analogen TV- und Radioprogrammen auch digitale fremdsprachige TV-Sender. Außerdem umfasst das digitale Angebot unterschiedliche TV- und Hörprogramme sowie einzelne Spielfilme auf Abruf.

Mit einem derart umfassenden Angebot können herkömmliche DSL-Anbieter nicht mithalten, die Voraussetzungen für das vielgerühmte Internet-Fernsehen werden erst durch noch schnellere Bandbreiten geschaffen.

Drei Leistungs-Pakete

Unitymedia bietet den Kunden eine Reihe von Paketen, die ganz unterschiedlichen Bedürfnissen gerecht werden.

 

1play

Das Paket „1play“ zielt auf die Kategorie Einsteiger oder Gelegenheitssurfer. Hier erhält der Kunde einen Internet-Anschluss inklusive Internet-Flatrate, das Surfen im World Wide Net erzeugt keine zusätzlichen Kosten. Der Anschluss lädt Daten aus dem Netz mit einer Geschwindigkeit bis zu 2.048 Kilobit je Sekunde, Unitymedia offeriert Neukunden zudem einen WLAN-Router gratis.

Da sich die ganze Angelegenheit über Kabel abspielt, ist kein Telefonanschluss nötig – allerdings ist in diesem Paket keine Telefonie enthalten, was diesen Punkt faktisch entwertet, denn um zu telefonieren, braucht man halt doch einen.

 

Weitere Infos zu den aktuellen Konditionen und Aktionen, finden Sie auf der Homepage von Unity-Media.

 

2play

Wesentlich umfassender ist das Paket mit dem Namen „2play“, das neben dem Internet auch einen Telefonanschluss beinhaltet. Hier kann der Kunde zwischen drei Geschwindigkeiten wählen, der Datentransfer aus dem Netz geschieht mit 2.000, 6.000 oder 16.000 Kilobit je Sekunde, für jede schnellere Stufe erhöht sich der monatliche Preis etwas.

Wesentlich schneller kann man mit diesem Paket durch das Internet surfen, ebenfalls ohne Zusatzkosten per Flatrate. Hinzu kommt ein Telefonanschluss inklusive Flatrate ins nationale Festnetz. Als Bonbon kann man seine bisherige Telefonnummer mitnehmen und das analoge Telefon weiterhin benutzen.

Telefonate in Mobilfunknetze erzeugen zusätzliche Kosten. Für einen kleinen Aufpreis offeriert Unitymedia auch eine zweite Telefonleitung mit separater Telefonnummer.

 

Weitere Infos zu den aktuellen Konditionen und Aktionen, finden Sie auf der Homepage von Unity-Media.

 

3play

Die dritte Paket-Variante bietet neben den Bereichen Internet und Telefon auch einen digitalen TV-Anschluss. Für Internet und Telefon gelten die gleichen Konditionen wie im Bereich „2play“, ohne Aufpreis kommt Digital TV BASIC hinzu.

Damit erhält der Kunde Zugriff auf mehr als 60 digitale Free-TV-Programme und zwölf öffentlich-rechtliche Radiosender. Interessant ist außerdem der Bereich „Kino auf Abruf“: Hier können diverse Filme, vor allem Hollywoodproduktionen, gegen Gebühr auf Abruf empfangen werden.

Voraussetzung ist in diesem Paket ein TV-Kabelanschluss, der monatlich weitere Kosten erzeugt.

 

Weitere Infos zu den aktuellen Konditionen und Aktionen, finden Sie auf der Homepage von Unity-Media.

 

Vorzüge und Nachteile

Die Pakete, mit denen Unitymedia auf Kundenfang geht, können in preislicher Hinsicht mit dem mithalten, was gewöhnliche DSL-Anbieter gegenwärtig offerieren, wenngleich man vergeblich nach Preisbrechern sucht. Ein wirklich großer Vorzug ist darin zu sehen, dass Kabelanschlüsse eine relativ stabile Internetverbindung bieten: Während bei DSL-Anschlüssen die steigende Entfernung zu Hauptverteilern gewöhnlich an der Leistung frisst, bleibt diese im Falle des Kabel-Internets gleich.

Der Nachteil liegt allerdings in der Verbreitung von Kabelanschlüssen. Unitymedia beispielsweise ist auf den Raum Nordrhein-Westfalen und Hessen fixiert. Wer dort lebt, hat aber keine Garantie, dass für ihn die Angebote auch wirklich zur Verfügung stehen.

Eine Karte auf der Homepage von Unitymedia gibt Aufschluss über den Stand des Ausbaus: Das Paket „3play“ ist demnach vor allem in Ballungszentren erhältlich, wie man erkennen kann, arbeitet Unitymedia an der Verbreitung der Infrastruktur. Viele Regionen sind allerdings noch nicht erschlossen und werden es wohl auch in naher Zukunft nicht sein.

 

Hier geht es zur Karte mit den Kabelregionen