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Congstar: Flexibilität als Stärke

Der stetigen Kundenerosion im Breitbandbereich ist die Deutsche Telekom mit der Gründung der Discount-Tochter Congstar entgegengetreten. Genauer gesagt: Bei Congstar handelt es sich um eine Um- bzw. Neugründung, denn unter dem Label Congster war die Tochtergesellschaft schon zuvor mit dem Verkauf von DSL-Produkten beschäftigt.

Jetzt hat sich das Produktspektrum deutlich erweitert, zugleich ist die Abnabelung von der Telekom auch optisch konsequent durchgeführt worden.

Der Neuling setzt dabei auf relativ günstige Preise, ein optisch auffallend knallbuntes Outfit und extrem kurze Vertragslaufzeiten, sowie ein umfassendes Baukastensystem bei seinen Produkten.

Knallbunt als Markenzeichen
Der DSL-Markt ist heiß umkämpft und die Konkurrenz entsprechend groß – wie soll man sich mit einer Discount-Marke abheben können? Congstar setzt im Ringen um Kundschaft auf knallbunte Farben und auffallende Formen, um den Wiedererkennungseffekt des Labels bei Werbefeldzügen im Internet, auf Plakaten usw. zu erhöhen. Das dürfte gelungen sein, der Betrachter kann sich dem farbenfrohen Gewirr kaum entziehen.

Neu ist nämlich, dass das charakteristische „T“ der Muttergesellschaft bewusst aus dem Label entfernt worden ist, mit Rücksichtnahme auf die Zielgruppe, die durch die biedere Marke Telekom eher abgeschreckt als angezogen worden ist.

Die Zielgruppe, die sich dadurch angesprochen fühlen soll, sind eindeutig junge Leute. Das zeigt sich auch am Angebot des Unternehmens und der Art wie es präsentiert wird.

 

Mobilfunk und DSL im Baukastenformat
Die auffallendste Veränderung – neben dem optischen Auftreten – ist die Erweiterung des Produktportfolios durch den Bereich Mobilfunk. Beim Start hatte Congstar zunächst „nur“ Mobilfunktarife im Angebot, der geneigte Kunde bekam eine Sim-Karte nach Hause geschickt. Seit September 2007 hat sich das Spektrum auch um Handys erweitert, die mit oder ohne Vertrag geordert werden können.

Das Handy-Angebote von Congstar findet man auf der Webseite des Unternehmens unter der Rubik: „Handys & Co.“.

Das augefälligste Merkmal von Congstar ist das Baukasten-Prinzip. So bietet das Unternehmen allein elf verschiedene Flatrates im Bereich Mobilfunk an: sechs so genannte „Sprech-Flats“, mit der jeweils in bestimmte Netze für einen monatlichen Fixpreis telefoniert werden kann, und fünf „SMS-Flats“.

Mit diesen Paketen kann der Kunde seinen Basisvertrag, der keine Grundgebühr oder einen Mindestumsatz vorsieht, aufstocken – je nachdem, wie man das Handy tatsächlich verwendet. Diese Form der Flexibilität ist außergewöhnlich.

Eine Übersicht über die verschiedenen Mobilfunk-Flatrates und ihre Preise finden Sie in der Rubrik „Mobilfunk“ auf der Homepage von Congstar

 

Baukasten-Prinzip auch im DSL-Bereich
Auch der DSL-Bereich funktioniert nach dem Baukasten-Prinzip, wenngleich es hier naturgemäß weniger Auswahl gibt.

Congstar bietet ein Basispaket, das einen DSL-Anschluss mit einer Geschwindigkeit von bis zu 2.048 Kilobit je Sekunde beim Herunterladen von Daten aus dem Internet beinhaltet. Enthalten ist eine DSL-Flatrate für das Internet – das Surfen durch das weltumspannende Netz kostet nichts.

Der Kunde kann nun mehrfach aufstocken. Für einen Aufpreis kann die Geschwindigkeit auf 6.000 bzw. 16.000 Kilobit je Sekunde erhöht werden, zum anderen kann man eine Telefon-Flatrate ordern, durch die Gespräche ins nationale Festnetz keine weiteren Kosten verursachen. Wie bei anderen Anbietern auch, gilt: Wer via VoIP telefoniert, muss auch bei einer Telefon-Flatrate für Gespräche in Mobilfunknetze zahlen.

Über die aktuellen Preise können Sie sich auf der Webseite von Congstar unter der Rubrik „DSL“ informieren.

Flexibilität mit Widerhaken
Als größten Vorzug der Angebote von Congstar könnte man die außerordentlich geringe Vertragslaufzeit sehen. So sind die DSL-Pakete zum Monatsende kündbar, man muss nur zwei Wochen vor dem Termin die Kündigung vollzogen haben. Auch die Telefon-Flat weist die gleichen Kündigungsfristen auf. Gleiches gilt für die Mobilfunk-Pakete. Hier ist noch das Basispaket insofern attraktiv, weil man ohne Mindestumsatz oder ähnliches auskommt.

Im DSL-Bereich sind die Angebote zwar preislich leicht teuerer als bei der Konkurrenz, doch das ließe sich angesichts der enormen Flexibilität verschmerzen – wenn es nicht zwei Widerhaken gäbe, welche die Angebote in ihrer Attraktivität etwas abschwächen.

Zum einen müssen Kunden eine recht stattliche Einrichtungsgebühr bezahlen, was den Wechselwillen trotz der kurzen Vertragslaufzeit deutlich verringert.

Außerdem erhöhen sich die monatlichen Kosten bei den DSL-Paketen, denn diese setzen zwingend einen Anschluss bei der Deutschen Telekom voraus. Dieser kostet monatlich mindestens 16,37 Euro und erhöht die Paket-Preise natürlich entsprechend.