Internetzugang über Funknetze

Große Erwartungen haben sich an das Funknetz geknüpft, eine Technologie, die als „UMTS-Killer“ galt und als Lückenfüller für jene Bereiche, in denen sich der Ausbau einer DSL-Infrastruktur nicht rechnen würde. Bislang ist das allerdings eine Vision gewesen, die sich nicht realisiert hat.

Vorzüge gegenüber WLAN und DSL

Grundsätzlich besitzt die Funktechnologie durchaus interessante technische Fähigkeiten: Über große Entfernungen hinweg sollten Daten mit einer weit höheren Geschwindigkeit, als es bei DSL möglich ist, übertragen werden, sowohl an mobile als auch immobile Endgeräte. Die weit höhere Übertragungsrate ist ein großer Vorzug gegenüber WLAN, für das nach wenigen Metern Ende der Fahnenstange ist, vor allem, wenn Hindernisse den Weg verstellen.

Realisierung steckt noch in den Kinderschuhen

Zunächst muss man feststellen, dass sich die Technologie noch in den Kinderschuhen befindet. Die Phase der Realisierung steht an, erste Angebote vor allem mit regionalem Schwerpunkt, liegen immerhin vor. In einzelnen Gemeinden ist das bereits umgesetzt, allerdings sind das noch lokale Phänomene.

Neben kleineren und stark regionalisierten Anbietern hat auch die Festnetz-Größe Arcor einen entsprechenden größeren Versuch laufen.

Die bereits hier und da verfügbaren Pakete bringen die Kundschaft mit durchaus annehmbarer Geschwindigkeit ins Internet, allerdings sind die Preise mancherorts nicht wirklich konkurrenzfähig mit dem, was DSL-Anbieter offerieren können.

Einem Grundpreis folgen oft zusätzliche Kosten, weil es sich hierbei nicht um eine wirkliche Flatrate für das Internet handelt, sondern bestimmte Datenvolumina inbegriffen sind. Werden die Grenzen überschritten, steigen die Kosten.